Im Sommer werden Kirschbäume geschnitten

Nach der Ernte ist die beste Zeit zum Einkürzen / Nur bei trockenen Bedingungen arbeiten.

Region (trz). Die Kirschernte in diesem Jahr ist in der Lausitz weitestgehend abgeschlossen. Damit ist es an der Zeit, den Bäumen eine neue „Frisur“ zu verpassen, sprich, die Gehölze sorgsam zu verschneiden. Experten raten dazu im Hochsommer. So wird das enorme Wachstum reduziert. Denn diese Gehölze neigen nicht selten dazu, in die Höhe und in die Breite zu schießen. Das Ergbnis sind dann mehr oder weniger unansehnliche Gehölze, die mit Gartenästhetik kaum mehr etwas zu tun haben und auch keine vollen Ernten mehr bringen, da die Nährstoffe in viel mehr Äste und Zweige geleitet werden müssen als in die Früchte. Zudem erschweren sehr hohe Bäume die Ernte ungemein, da kaum jemand über Leitern verfügt, die länger als zwei oder gar drei Meter lang sind.

 

Gutes Wetter wichtig

 

Wichtig ist, die Arbeiten an einem möglichst trockenen Tag vorzunehmen. Dann haben Krankheitserreger weniger Chancen, in das Gehölz einzudringen. Zudem wird die Wundheilung am betroffenen Zweig beschleunigt als bei Nässe. Hauptziel ist es, die Baumkrone entsprechend auszudünnen. Konkurrierende Zweige werden ebenso entfernt wie trockenes Holz.
Alle Triebe, die nach innen, also zum Stamm wachsen, müssen raus. Zudem sollte auf eine möglichst gleichmäßige Symmetrie der Krone geachtet werden.