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Keine Hausmittel bei Pilzvergiftungen

13. September 2013 | Von | Kategorie: Ratgeber |

Keine Hausmittel bei Pilzvergiftungen

Pilzberater, wie René Schumacher aus Finsterwalde, sind regelmäßig unterwegs, um über gesunden Pilzgenuss aufzuklären | Foto: Ha.

Region (MB). Herbstzeit ist Pilzzeit. Und die Pilze sind eine gesunde Ergänzung des Speiseplans. Viele Sammler zieht es jetzt in die Lausitzer Wälder, wo es nach diesem eher tro-
ckenen Spätsommer eine ergiebige Pilzsaison gibt. Beim Sammeln ist aber Vorsicht geboten: Für Laien ist es oft schwierig, bekömmliche Speisepilze von giftigen Pilzen zu unterscheiden. Von den rund 10 000 Großpilzarten, die man im Wald finden kann, sind nur etwa 1 000 genießbar.
Wer trotz der Regel „Nur nehmen, was man kennt“ versehentlich doch einen ungenießbaren Pilz erwischt, kann im schlimmsten Fall eine Pilzvergiftung erleiden. Auslöser sind Pilzgifte, von denen manchmal bereits kleinste Mengen ausreichen, um schwere Vergiftungserscheinungen hervorzurufen.
„Wer nach einem Pilzessen an Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, einer Gelbfärbung der Haut oder Schweißausbrüchen leidet, sollte sofort den Rettungsdienst rufen“, rät Andreas Berger-Winkler, Rettungsassistent der Johanniter in Südbrandenburg. Die Symptome können auch erst Stunden oder sogar einige Tage nach der gefährlichen Mahlzeit auftreten.
Wirksame Hausmittel gegen eine Pilzvergiftung gibt es nicht, nur ein Arzt kann professionelle Hilfe leisten. Keinesfalls sollten die Betroffenen durch Salzwasser oder Milch versuchen, Erbrechen herbeizuführen. Professionelle Hilfe rufen und Ruhe bewahren, das sind die besten Hilfsmittel. „Wer nach einem Pilzessen bewusstlos wird, sollte sofort in die stabile Seitenlage gebracht werden“, empfiehlt Berger-Winkler.
Ärzte können durch Reste der Pilzmahlzeit die Art des Giftes feststellen lassen und damit die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten.




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