Modernes Design erleichtert Küchenarbeit

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Puristische Küchen sind im Trend. Gemütlich werde sie durch die Nutzer | Foto: AMK

Funktionalität der Industrie wird als schickes Design für die Küche wiederentdeckt
Region (MB). Sachlichkeit im Design hat seinen Ursprung in der Industrie. Schon immer standen hier eine technisch optimale Funktion und eine auf das Wesentliche reduzierte Form im Vordergrund. So entstand das typische Industriedesign. Moderner Funktionalismus mag typisch Deutsch sein, erobert aber derzeit die Küchen von New York bis Peking.
„Man ist weg vom Überladenden und weg vom Möbel mit viel Zierde. Moderne Küchenmöbel und Küchenelektrogeräte sind hoch funktional und schlicht. Ihr Aussehen ist auf das Wesentliche und Notwendige reduziert“, erläutert Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK). Funktional-modernes Design hat den großen Vorteil, äußerst praktikabel zu sein. Reinigung und Pflege sind schnell erledigt, denn glatte Flächen ohne Zierleisten, ohne empfindliche Griffe oder leicht zerbrechliche Materialien sind robust und widerstandsfähig. Gerade in der Küche ist man froh, wenn die Flächen eben und glatt sind und keine überflüssigen Formen und Kanten Schmutzecken verursachen können. „Ein sachliches Gesamtdesign hat neben den praktischen Gründen auch immer eine fraglose Gültigkeit“, ergänzt Mangels. „Schlichte Formensprache ist zeitlos. Der stolze Inhaber kann die Küche jahrelang ansehen und sieht sich auch nicht an ihr satt. Und die uns so vertrauten Gebrauchsspuren hinterlässt der Alltag automatisch“. So werden Küchenkräuter aufgestellt, dekorative Schalen hingestellt, Kochbücher deponiert. Mit der Zeit sammeln sich allerlei Accessoires, die eine Küche wohnlich und gemütlich machen. Auch die Bedienungsleisten der Elektrogeräte sind heute auf die notwendigen Funktionen reduziert. Bei modernen Herdplatten sind die Bedienungselemente im Kochfeld integriert, so dass auch hier ein zügiges und gründliches Reinigen möglich ist. Die Bedienungsknöpfe bei Backöfen sind oft versenkbar, so dass sie nur zum Ein- und Ausschalten eines Back- oder Garprozesses ausgefahren werden müssen. Bedienungselemente bei Spülmaschinen sind oft an der Oberkante der Klapptür untergebracht, so dass diese weder optisch sichtbar noch reinigungstechnisch störend sind.
Im Oberschrankbereich kommen jetzt noch Schiebetüren hinzu, die niemandem mehr im Weg stehen und auch die praktischen Raffinessen, wie etwa die Höhenverstellbarkeit bei Mitteltheken, setzen sich immer mehr durch. Manchmal fragt man sich, warum beispielsweise der tiefer eingebaute Spülbereich noch nicht früher erfunden wurde.


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