„Natürlich“ gesund!

Haben wir ein „Darmgehirn“?

Tatsächlich sind sich Körper und Geist nirgendwo näher, als im Darm. Die Worte „mein Bauchgefühl sagt mir“ sind das Resümee aus Erfahrung und Erwartung, verknüpft mit Nerven- zellen des Darms. Nerven und Botenstoffe im Darm sind denen im Gehirn sehr ähnlich. Denken und Entscheiden ist Kopfsache, aber die Intuition ist eng mit unserem „Darmgehirn“ verknüpft.
Körperliche Reaktionen auf Glück oder Stress spüren wir oftmals ganz direkt mit Verstopfungen, Blähungen oder Durchfall. Wenn die Darmgesundheit nicht stimmt, können Unverträglichkeiten, Reizdarm, immer wiederkehrende Erkältungen oder auch chronische Darmentzündungen entstehen. Doch auch hier gibt es in der Natur, neben einer gesunden, ballaststoffreichen Ernährung, viele Helfer für den Darm. Bitterstoffe, unter anderem aus der Schafgarbe oder dem Löwenzahn, regen die Verdauung an und unterstützen die Darmfunktion. Kieselerde und Heilerde binden Giftstoffe und fördern deren Ausleitung. Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium tragen zu einer normalen Muskelfunktion und somit auch zu einer gesunden Darmmuskulatur und Darmperistaltik bei. Calcium ist außerdem für die Verdauungsenzyme wichtig und Magnesium sorgt für einen normalen Energiestoffwechsel. D3, das für das Immunsystem wichtige Vitamin, fördert die Zellteilung und trägt damit zur Erneuerung der Darmschleimhaut- zellen bei. Auch das Curcumin aus der Curcumawurzel hat, was die Darmgesundheit angeht, viele positive Effekte. In der Ayurveda-Lehre und der traditionellen chinesischen Medizin gilt Curcuma als reinigend, energiespendend und antibakteriell. Kein Wunder also, dass in Indien und China, wo der Darm als Zentrum der Gesundheit betrachtet wird, Curcuma zur täglichen Ernährung gehört. Generell sollte man beim Essen auf die individuellen Verträglichkeiten achten. Bei häufigen Verstopfungen sind ausreichendes Trinken, vorzugsweise Stoffwechseltee, und Ballaststoffe aus Obst und Gemüse wichtig. Sie füllen den Darm und tragen zur schnelleren Passage bei. Unterstützen kann man mit Lein- oder Flohsamen. Bei Durchfälligkeit können Schwarztee oder Tee aus getrockneten Heidelbeeren sehr hilfreich sein. Pfefferminz-, Schafgarbe-, Thymian- oder Melissentee können außerdem entspannend und entkrampfend wirken. Achten wir auf die Mitte unseres Körpers, ein gesunder Darm, ein gutes Bauchgefühl gibt uns Wohlbefinden und Kraft.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert