Podologie bei Diabetes

Früherkennung und professionelle Fußpflege.

Region (MB). Gesunde Füße sind für Menschen mit Diabetes besonders wichtig. Durch Nervenschäden und Durchblutungsstörungen werden kleine Verletzungen oft spät bemerkt und heilen schlechter. Druckstellen, eingewachsene Nägel oder kleine Hautverletzungen können dadurch zu ernsthaften Wunden werden.

Die medizinische Fußpflege (Podologie) unterstützt dabei, solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Komplikationen zu vermeiden. Sie ist besonders auf die Bedürfnisse gefährdeter Füße ausgerichtet und unterscheidet sich damit von kosmetischer Fußpflege.

Zur Behandlung gehören unter anderem die fachgerechte Nagelpflege, das Entfernen von Hornhaut und die Kontrolle von Druckstellen und Hautveränderungen. Auch Hinweise zu geeignetem Schuhwerk und zur täglichen Fußpflege können Teil der Behandlung sein.

Regelmäßige Kontrollen helfen, Veränderungen frühzeitig festzustellen. Dazu zählen Rötungen, Schwellungen, Verletzungen oder Veränderungen an Haut und Nägeln. Bei Auffälligkeiten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wie häufig eine podologische Behandlung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Risiko ab. Bei Neuropathie oder Durchblutungsstörungen können Kontrollen etwa alle sechs bis acht Wochen sinnvoll sein. Das Intervall sollte mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Auch die tägliche Kontrolle zu Hause ist wichtig. Füße sollten regelmäßig auf Verletzungen und Druckstellen überprüft, sauber und trocken gehalten und vor Reibung geschützt werden. Hornhaut sollte nicht selbst mit scharfen Instrumenten entfernt werden.
Bei bestimmten Diagnosen, etwa dem diabetischen Fußsyndrom oder einer Neuropathie der unteren Extremitäten, kann Podologie ärztlich verordnet und von der Krankenkasse übernommen werden.
Wichtig: Veränderungen früh erkennen, Beschwerden ernst nehmen und bei Auffälligkeiten fachkundigen oder ärztlichen Rat einholen.

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