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Ratgeber: Bäume auf neue Saison vorbereiten

Bauen & Leben | Von | 19. Oktober 2018

Fachgerechter Baumschnitt im Herbst sorgt für Licht und Luft / Unfälle vermeiden.

 

Region (MB/jk). Baumpflege ist eigentlich das ganze Jahr über möglich, wenn es um die Beseitigung von Totholz geht. Bei vielen Pflanzen pausiert das Wachstum im Herbst und es ist Zeit, um Stauden, Sträucher, Hecken und Kübelpflanzen zurückzuschneiden.
Auch Bäume vertragen nun einen Rückschnitt. Beim Baum ruhen die Vitalkräfte und die Säfte haben sich in den unteren Stamm und die Wurzel zurückgezogen. Durch den Herbstschnitt werden alte und kranke Äste und Blätter entfernt und es wird dafür gesorgt, dass Bäume nicht unkontrolliert einfach in die Höhe schießen.

DSC 7113 baumpflege balkow JK

Wenn die Arbeiten zu umfangreich werden oder zu gefährlich erscheinen, dann sollte der Fachmann konsultiert werden. Mit dem richtigen Know-How und der passenden Technik wird der Schnitt ordnungsgemäß ausgeführt und ein Unfall vermieden || F.: J. Kurze

Richtig verschneiden
Grundsätzlich lassen sich die meisten Laubbäume im Winter problemlos schneiden, bei den Obstbäumen vor allem Apfelbäume und Birnbäume. So ist auch ein guter Ertrag bei der nächsten Ernte garantiert. Allerdings darf der Schnitt auf keinen Fall bei Frost oder Nässe vorgenommen werden, da die Schnittwunde sonst nicht heilen und die Zweige abbrechen. Falsche Schnittmaßnamen führen zu explosionsartigen Austrieben von Wasserschossen. Wird zu wenig oder an der falschen Stelle abgeschnitten wachsen die Äste nicht richtig nach und bleiben schwach, weil sie nicht ausreichend zurück gestutzt wurden.

Passendes Werkzeug
Wichtig für kleinere Arbeiten sind scharfe Werkzeuge, die einen glatten Schnitt ermöglichen. Die Schnittstellen sollten so klein wie möglich gehalten werden, sonst droht die Gefahr eines Pilzbefalls. Baumscheren und Handsägen eignen sich gut zum Stutzen kräftigerer Zweige und dichter Gehölze. Ein elektrischer „Fuchsschwanz“ mit dem passenden Sägeblatt erleichtert die Arbeit. Die Astschere hat besonders lange Griffe und eine kräftige Schneide und schneidet somit auch zentimeterdickes Holz gut – wenn es sich in erreichbarer Höhe befindet. Bewährt haben sich auch Hohentaster.

Unfälle vermeiden
Aufgepasst: beim Obstbaumschnitt lauern viele Unfallgefahren. Und das beginnt schon vor dem Einsatz der Werkzeuge. Im Herbst darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es schneller feucht und kühl wird und auch der Boden nicht immer die gewohnte Festigkeit aufweist. Zu den häufigsten Unfallursachen beim Baumschnitt zählen Stürze von der Leiter. Hier ist bereits das richtige Aufstellen mit einem festen Stand wichtig. Wird die Leiter an den Baum angelehnt, dann sollte sie an einem kräftigen Ast durch ein Seil oder einen Gurt zusätzlich gesichert sein. Die Leiter sollte im richtigen Winkel bei etwa 70 Grad stehen und die beiden Holme sicher anliegen, am besten am Stamm. Nicht zu weit weg von der Leiter beugen, lieber öfter mal umstellen. Die obersten vier Sprossen sollten nicht mehr bestiegen werden. Und das Anlegen von Leitern innerhalb von Bäumen, um auf weiter oben befindliche Äste zu gelangen, verbietet sich von selbst.
Zur Grundausstattung bei jeder Gartenarbeit zählen außerdem festes Schuhwerk mit rutschfester Sohle sowie Arbeitshandschuhe.
Wer Werkzeuge wie Schere oder Säge mit nach oben nimmt, der sollte dieses am besten in einer Tasche seitlich mitführen. Aufpassen: beim Baumschnitt bestehen auch Gefahren für diejenigen, die helfen wollen. Hier gilt es darauf zu achten, dass niemand durch herunterfallende Äste verletzt werden kann.

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