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Region: Katretter – eine App, die Leben rettet

14. Februar 2020 | Von | Kategorie: Gesundheit, Ratgeber |

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Smartphone-App alarmiert im Notfall professionelle Ersthelfer

 

Region: Katretter - eine App, die Leben rettet

Die „Karte für Hilfeleistende“ nützt Ersthelfern. Dezernent Thomas Bergner (r.) freut sich mit den Beteiligten Foto:  Isabell Kilian

 

Cottbus (ik). Etwa 300 000 Notrufe erreichen die Regionalleitstelle Lausitz im Jahr; sie führen zu etwa 100 000 Rettungs- und Feuerwehreinsätzen. Acht bis 15 Minuten benötigen die Retter durchschnittlich zum Unfallort und Patienten. Damit diese Zeitspanne nicht hilflos verstreicht, stellte die Lausitzer Leitstelle pünktlich zum „Tag des europäischen Notrufs“ zwei Projekte für Ersthelfende vor. Innenstaatssekretär Uwe Schüler, der Cottbuser Ordnungsdezernent Thomas Bergner und Dr. Nikolaus Wrage, Geschäftsführer der Unfallkasse Brandenburg, waren dabei.

 

Die „KATRetter“-App

 

Als erste der fünf Regionalleitstellen in Brandenburg präsentiert Cottbus die „KAT-Retter“-App. In anderen Bundesländern, auch Berlin, erfolgreich eingesetzt, soll diese Art schnellster Hilfe nun auch hier greifen. Ausgebildete Ersthelfer bzw. Ehrenämtler aus dem medizinischen Bereich oder Rettungswesen erreicht auf dem Smartphone die Bitte um ihre Mithilfe. Die Leitstelle schickt, sobald sie selbst startet, einen Alarm an das KAT-Retter-System. Über GPS-Abfrage wird überprüft, welche Ersthelfer nahe dem Einsatzort sind. Diese entscheiden selbst, ob sie aktiv werden oder nicht. Entscheiden sie sich dagegen, wird der Radius im System erweitert zu anderen Smartphones. Nehmen sie den Einsatz jedoch an, gibt es vom Leitstellen-Disponenten Informationen zu Ort und der Art des Notfalls. So können schon bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes hochwertige Hilfeleistungen erfolgen. Ein weiterer alarmierter Retter könnte zeitgleich einen externen Defibrillator zum Einsatzort bringen, dessen nächster Standort ebenfalls über die Anwendung angezeigt wird.
Die App soll schnell in weiteren Leitstellen eingeführt werden. Vom Innenministerium kommen 130.000 Euro dafür. „Gut wäre es, wenn sich noch mehr Menschen zum Ersthelfer ausbilden ließen“, hofft Thomas Bergner.

 

Hilfe für Hilfeleistende

 

Dr. Nikolaus Wrage macht dazu Mut und ruft zu Entschlossenheit in Ernstfällen auf. „Wer hier handelt, verdient nicht nur Dank vom Opfer, sondern von uns allen“, erklärt der Geschäftsführer der Unfallkasse und betont, dass Hilfeleistende unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen – ganz gleich, ob körperlich-psychische Gesundheits- oder lediglich Sachschäden
auftreten. Personen, die in einer Gefahrensituation helfen, erhalten von der Polizei, Feuerwehr, dem Rettungsdienst oder der Notfallseelsorge direkt die „Karte für Hilfeleistende“. Mit ihr können sie gegebenenfalls Ansprüche und Leistungen bei der Unfallkasse Brandenburg geltend machen.




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