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Region: Stiefkinder adoptieren

12. Juni 2020 | Von | Kategorie: Ratgeber, Recht & Finanzen |

Trauschein ist nicht mehr Voraussetzung

Region (MB). Am 31. März trat das Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 26. März 2019 zum Ausschluss der Stiefkindadoption in nichtehelichen Familien in Kraft. Damit besteht nun auch in Patchworkfamilien ohne Trauschein die Möglichkeit, die Kinder des Partners zu adoptieren.
Alte Rechtslage
Es gibt viele Patchworkfamilien, in denen die Partner Kinder aus früheren Beziehungen mit in die Familie bringen. „Sollte aus dieser Wahlfamilie durch Adoption der Kinder des Partners eine Familie im rechtlichen Sinn mit allen – insbesondere erb- und unterhaltsrechtlichen – Rechten und Pflichten entstehen, so gab es bislang enge Grenzen“, informiert Dr. Evelyn Woitge, Geschäftsführerin der Notarkammer Brandenburg, und ergänzt: „Die sogenannte Stiefkindadoption war nämlich Ehegatten sowie eingetragenen Lebenspartnern bei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften vorbehalten“. Nichteheliche Lebensgefährten konnten das Kind ihres Partners nicht adoptieren, ohne dass dieser die rechtliche Verwandtschaft zum Kind verloren hätte.
Das Bundesverfassungsgericht forderte den Gesetzgeber  auf, eine „gerechtere“, grundrechtskonforme Regelung zu treffen.
Neue Rechtslage
Der Gesetzgeber hat nunmehr eine neue Regelung getroffen, welche die Adoption durch den Stiefelternteil auch in nichtehelichen Familien erlaubt. Voraussetzung hierfür ist eine stabile Partnerschaft der nichtehelichen Lebensgefährten. „Diese müssen in einer verfestigten Lebensgemeinschaft in einem gemeinsamen Haushalt leben. Davon kann regelmäßig ausgegangen werden, wenn sie seit mindestens vier Jahren oder als Eltern eines gemeinsamen Kindes eheähnlich zusammenleben“, erläutert die Geschäftsführerin. Ist einer der Partner noch mit einer dritten Person verheiratet, so sei die Adoption nur in Ausnahmefällen möglich.
Notarkammer
Brandenburg




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