Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]
Spät starten, beruflich gut ankommen - Märkischer Bote - Märkischer Bote
Donnerstag, 28. Mai 2020 - 23:04 Uhr | Anmelden
  • Facebook

Bewölkt
11°C
 

Anzeige

Spät starten, beruflich gut ankommen

21. Februar 2014 | Von | Kategorie: Job & Karriere |

Arbeitsagentur unterstützt Erstausbildung auch für verzögerte Zweit-, Dritt- oder Viertstarter
Region (MB). Versicherer wissen: Von den 25- bis 35-jährigen Deutschen haben 1,5 Millionen keinen formellen Bildungsabschluss. Das sind – nach Regionen sehr unterschiedlich – immerhin zehn bis 15 Prozent der Frauen und Männer in dieser Altersgruppe. Im Osten könnte der Anteil aufgrund der gebrochenen Elternbiografien aus der Wendezeit noch etwas höher liegen als in Regionen ohne solche Turbulenzen. Genaue Forschungen zu diesem sozialen Phänomen gibt es noch nicht.
Hinter dieser erstaunlichen Zahl verbergen sich individuelle Lebensgeschichten von Menschen. Manche sind in jungen Jahren ins Stolpern gekommen, hatten andere Vorstellungen von ihrer Zukunft. Viele sind unter dem Leistungsdruck von Eltern oder auch Lehrern zunächst in für sie falsche Richtungen gedrängt worden. Auch in der Lausitz trifft das für eine große Zahl 25- bis 35-Jähriger zu. Schlechtere Entlohnung oder ein höheres Risiko der Arbeitslosigkeit sind für sie belastend.
Die Arbeitsagentur schlägt vor, auch in etwas späteren Lebensjahren noch eine Erstausbildung zu absolvieren. Das ist aus menschlichen Gründen geboten, aber auch aus wirtschaftlichen Überlegungen durchaus erfolgversprechend. Denn ein gut 30-Jähriger hat immerhin  noch mehrere Jahrzehnte Arbeitsleben vor sich. Auch die Familiengründung, in der die spätere Motivation der eigenen Kinder eine zentrale Aufgabe sein wird, steht in heutiger Regel noch bevor.
Natürlich stellt eine Erstausbildung aber einen 30-Jährigen oder vielleicht auch eine Frau mit 25, die schon Mutter ist, vor eine ganz andere Herausforderung als einen 17-Jährigen, der noch im Schullauf steckt. Die Arbeitsagentur hier in der Cottbuser Region möchte diesen Menschen Mut machen. Sie sollen diesen Weg gehen. Sich beraten zu lassen wird sich in jedem Fall lohnen.
Auch Arbeitgeber profitieren von den Spätstartern. Für manche Betriebe war es bislang ungewöhnlich, einen Azubi zu haben, der deutlich älter als 20 Jahre ist. Längst sind immer mehr Arbeitgeber bereit, Menschen vielleicht eine Spätchance einzuräumen. Sie sichern nun mit der Erstausbildung junger Erwachsener die Fachkräfte von morgen. Beispiele, wie das gelingt, gibt es hier in der Lausitz genug. Die Ausbildungsbetriebe und die erwachsenen Auszubildenden können für die Zukunft noch viel bewegen.




Anzeige

Schreibe einen Kommentar

 

Ich habe die Datenschutzerklärung der Cottbuser General-Anzeiger Verlag GmbH gelesen und akzeptiere diese mit dem Versenden des Kommentares.


Das könnte Sie auch interessieren