Große Aufmerksamkeit für Herzogin de Talleyrand und ihre Parkanlagen.

Region (Hnr.) Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bedeutender Parkanlagen gehört zu den Erfolgsgeschichten der Euroregion Spree-Neiße-Bobr. Den ersten Impuls hatten der Gubener Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (1951-2017) und der damalige Landrat Dieter Friese schon Anfang der 90er Jahre gegeben, als sie eine Guben-Gubiner Parkregion schaffen wollten. Der Präsident der Euroregion, Czeslaw Fiedorowicz und Visionäre in Branitz, Muskau und Forst erweiterten den Ansatz. 2010 gründete sich der Verbund der Pückler-Parks in Muskau/Łęknica und Branitz mit dem Rosengarten in Forst und dem Brühlschen Schlosspark in Brody/Pförten.

2018 schlossen sich der Park Altdöbern, der Rhododendronpark Kromlau, der Schlosspark Neschwitz sowie auf polnischer Seite die Herzoglichen Parks in Żagań (Schlesien) und Zatonie bei Zielona Gora an. Die Strahlkraft dieser Residenzen und Gärten profitiert von bedeutenden Persönlichkeiten, die mit ihnen verbunden sind, wie Fürst Pückler und die Grafen Brühl. Mit Dorothea von Talleyrand, die Parks in Żagań und an ihrem Sommerschloss in Günthersdorf /Zatonie anlegte, rückt aktuell eine Persönlichkeit von europäischem Format in den Focus. Prof. Günter Erbe hat 2009 die einzigartige deutsch-französische Karriere dieser Frau als Buch vorgelegt. Anlässlich des 15. Jubiläums des Parkverbunds berichtete er in Zagan über die noch reicher illustrierte Ausgabe des Buches in polnischer Sprache, das in Kürze erscheint.
Herzogin Dorothea von Sagan, damals reichste Frau Europas, stand im engen Kontakt zu Fürst Pückler, zum preußischen Königshaus und zu wichtigen Häusern Europas. In Zagan hat sie die Stadtentwicklung gefördert. Dankbarkeit und Achtung klingt bis heute nach. So wurde ihr jetzt die „Rose der Herzogin Dorothea“ gewidmet, eine Kreation von Kordes, des weltweit führenden Rosenzuchtbetriebes.
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