
Schwarzheider Kultur- und Heimatverein plant neue Ausstellungen / Vision: eine historische Küche:
Schwarzheide (trz). Wie wurde vor 70, 80 Jahren geheizt? Wie gekocht? Gebacken? Gewohnt? Diesen Fragen will der Schwarzheider Kultur- und Heimatverein in diesem Jahr nachgehen. „Mir schwebt vor, eine Küchenausstellung zu präsentieren“, sagt Vereinschef Michael Quanz. Historische Ausstellungsgegenstände gebe es mittlerweile genug. Prunkstück sei ein uralter Ofen, wahrscheinlich aus den 1930er-Jahren. Das Utensil funktioniert natürlich mit Kohle. Und halte, dank eines spezielles Faches, über Nacht auch die Stiefel warm. „Den Ofen haben wir bereits vor längerer Zeit in Ruhland geborgen“, erzählt Quanz. Darüber hinaus verfüge der Verein über einen historischen Küchenschrank in seinem Lager, ebenso über ein Waffeleisen aus Omas Zeiten. Der Clou: In das Metall wurde gleich ein Rezept eingearbeitet. Und, glaubt man Michael Quanz, solle das Waffeleisen noch immer funktionieren.
Doch das sei noch längst nicht alles. Über 600 Kochbücher aus Deutschland und Europa nennen die Heimatfreunde ihr Eigen. Die Sammlung habe ihnen ein Schwarzheider vermacht, ebenso mehrere historische Nussknacker.
Die altehrwürdige Kochstube solle im kleinen Ausstellungsraum hergerichtet werden. Dort lockt noch bis zum Frühjahr eine Schau aus Lego-Steinen. Über den Sommer folge möglicherweise eine Präsentation von Unterwasser-Fotos eines Berliner Mediziners, dessen Mutter in Schwarzheide lebt. Und im Herbst schließlich die Küche.
Darüber hinaus steht bei den Vereinsmitgliedern schon jetzt das Jahr 2017 im Mittelpunkt. Da gibt es nämlich ein Dreifach-Jubiläum zu feiern: 80 Jahre Gemeinde Schwarzheide, 80 Jahre Industriestandort sowie 50 Jahre Stadtrecht. Dazu werde es eine große Sonderausstellung geben. Möglicherweise die letzte. Denn anschließend, so schwebt es zumindest der Vereinsspitze vor, solle eine Dauerausstellung zur Schwarzheider Ortsgeschichte etabliert werden. Zudem stehe bereits das Thema der diesjährigen Weihnachtsausstellung fest, verrät Vorstandsmitglied Ursula Steinborn. Nämlich die japanische Papierfaltkunst namens Origami. Zwei Schwarzheider Jungs, Nino Steinborn und Max Kurze, befassen sich bereits seit Jahren mit diesen Techniken.
Übrigens steht das Heimatmuseum auf der Schwarzheider Dorfaue jeden zweiten Sonntagnachmittag offen. Nächster Termin ist der 14. Februar. Und für Kaffee und Kuchen sei dabei auch gesorgt.








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