Cottbuser Schillerstraße: Glanz vergangener Zeiten kehrt zurück

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Immer mehr Ensemble finden im Musikhaus Biller zusammen. Im Musikunterricht heben sich zunehmend Talente hervor, die bald bei öffentlichen Auftritten ihr Können vor Publikum zeigen. Der sechste Tag der offenen Tür war ein voller Erfolg, bei dem Jung und Alt gemeinsam die Gäste musikalisch unterhielten F.: privat

Turmhauben erobern ihren Platz zurück / Mit Musik Generationen verbinden / Verstärkung gesucht:
Cottbus (ysr). Kultur und Geschichte nehmen einen großen Stellenwert in der Schillerstraße ein. So zeugen die wunderschönen historischen Fassaden der Wohn- und Geschäftshäuser von  Wohlstand und einer florierenden Entwicklung zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Straßen-Namensgeber Friedrich Schiller hätte sicher seine helle Freude gehabt, hier zu flanieren.
Altehrwürdiger Glanz ist nun auf das Eckgebäude im Haus Nummer 50, dem ehemaligen „Hotel zum Markgrafen“ zurückgekehrt. Aufnahmen aus dem Jahr 1910 bildeten die Grundlage für die Planung der Turmhauben, die dem Gebäude seit Anfang April ein ursprüngliches Aussehen zurückgegeben haben.

 
Ein Geschäft mit langer Tradition ist das Musikhaus Biller. Der bereits 1930 gegründete Handel und Reparaturservice für Musikinstrumente ergänzt heute sein Angebot durch pädagogisch fundierten Musikunterricht. „Empfehlenswert ist der Gitarrenkurs für Erzieher und Lehrer“, so Inhaber René Biller, der sich mit der Gründung der hauseigenen Musikschule einen großen Traum erfüllte. Dass Musik Generationen verbindet, zeigt die Bandbreite des Angebots, das von der musikalischen Früherziehung bis hin zum Seniorenunterricht reicht. „Es ist nie zu spät ein Instrument zu erlernen“, weiß der Fachmann. Besonders stolz ist er zu sehen, dass sich inzwischen das ein oder andere Talent hervorhebt. Der ein oder andere wird bald bei öffentlichen Auftritten zu sehen sein. „Allen Musikinteressierten, egal ob Schüler oder Lehrer, steht unsere Tür jederzeit offen.“

 

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Historische Häuser wie hier das Eckhaus, in dem die Haarschneiderei ihren Sitz hat, prägen den Straßenzug. Aktuell sucht Friseurmeisterin Katrin Liebeskind nach Verstärkung für ihr Team

 

 

Über Zuwachs im Team würde sich auch Katrin Liebeskind freuen. Die Auftragsbücher sind voll. Damit Kunden nicht allzu lange auf einen Termin warten müssen, soll zeitnah Verstärkung her. „Ob männlich oder weiblich spielt dabei keine Rolle“, sagt die Friseurmeisterin. „Ich freue mich auf zahlreiche Bewerbungen.“

 

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2017 feiert das Team um Friseurmeister Andreas Glatz (M.) 60 Jahre Familienunternehmen. Unterstützt wird er im Tagesgeschäft von Tochter Nicole Glatz (l.) ebenfalls Friseurmeisterin und Gesellin Lisa Nowak Fotos: Y. Simon-Redlich

Grund zur Freude haben auch Andreas Glatz und Tochter Nicole, ebenfalls beide Friseurmeister. Der Familienbetrieb begeht 2017 sein 60. Firmenjubiläum. 50 Jahre davon ist der Dienstleister bereits in der geschäftigen Schillerstraße ansässig. Einige Stammkunden des Salons kommen dabei bereits in zweiter und dritter Generation. Also ebenfalls eine kleine Familientradition, die so fortgesetzt wird.