Ausstellung in Liesker Fachwerkkirche – Von der Satkula zum Tagebau

Neue Ausstellung von Karl Vouk lockt in die Liesker Fachwerkkirche

Lieske (trz). „Satkula oder die Wa(h)re Landschaft“ lautet der Titel einer neuen Ausstellung in der Kirche von Lieske. Der aus Kärnten stammende Künstler Karl Vouk präsentiert Ansichten aus der Lausitz, insbesondere aus den Tagebauen.
Vouk thematisiert die Landschaftszerstörung durch den Abbau der Kohle. Darüber hinaus schlägt er eine Brücke zum Flüsschen Satkula, das bereits Schriftsteller Jurij Brezan in seinen Werken bedacht hat. Garniert wird das Ganze mit typischen Brezan-Zitaten. Organisiert wird die Liesker Ausstellung vom Gemeindekirchenrat des 80-Einwohner-Ortes sowie vom Wendischen Museum Cottbus.
„Auch kleine Kirchen zeigen mitunter Großes“, sagt Museumskuratorin Christina Kliem. Bereits vor einem halben Jahrzehnt hatte die Carlo-Noack- Ausstellung viele Gäste in das Gotteshaus gezogen. Der sorbische Maler erblickte anno 1873 in Lieske das Licht der Welt.
Der ehemalige Pfarrer Dieter Schütt regte die Besucher an, sich in aller Ruhe die Fotografien von Karl Vouk anzuschauen, diese zu verinnerlichen und nachdenklich zu werden. Nicht verkehrt sei es, sich die Frage zu stellen, ob durch die Kohle Gottes Segen nicht zu einem Fluch des Herrn werde.
Übrigens: das Wendische Museum hat dank vieler Spenden den ersten Teil von Vouks Kunst ankaufen können. Für den zweiten Teil gebe es bereits „positive Signale“, wie Christina Kliem ankündigte.
Eine Bildtafel habe der Gubener Rotary-Club finanziert. Die Karl-Vouk-Ausstellung ist  bis  17. August zu sehen. Das Gotteshaus steht sonnabends und sonntags, von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr, offen.