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Bessere Vernetzung im Rettungsdienst im Landkreis Spree-Neiße

Spree-Neiße | Von | 7. November 2022

Scheckübergabe vor Rettungsfahrzeug

Am 3. November 2022 übergab Staatssekretär Dr. Benjamin Grimm den Zuwendungsbescheids für das Pilotprojekt “Telemedizin im Rettungswagen” an den Landkreis Spree-Neiße.
Foto: Landkreis Spree-Neiße

Region (MB). Staatssekretär Dr. Benjamin Grimm überreichte am Mittwoch, 3. November, im Brand- und Katastrophenschutzzentrum des Landkreises Spree-Neiße in Forst den Zuwendungsbescheid für das Pilotprojekt „Telemedizin im bodengebundenen Rettungsdienst“ in Höhe von knapp 170.000 Euro an den Landkreis Spree- Neiße.
Der Wegfall der Hauptquelle der wirtschaftlichen Wertschöpfung in der Lausitz erfordert einen komplexen Umstrukturierungsprozess. Dabei stand, wie Carsten Billing, Dezernent für Wirtschaft, Finanzen, Ordnung, Sicherheit und Verkehr im Spree- Neiße-Kreis erklärt, in den vergangenen Monaten insbesondere die Wirtschafts- und Fachkräfteentwicklung sowie der Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Landkreis im Vordergrund. Zu einer gelingenden Strukturentwicklung, zur Schaffung und dem Erhalt einer zukunftsfähigen, sicheren und lebenswerten Region gehören weitere Bereiche wie die Daseinsvorsorge im gesundheitlichen Bereich, so Billing weiter. Er freut sich daher, dass der Landkreis nun für ein kleines, aber umso wichtigeres Projekt aus dem Bereich der Daseinsvorsorge einen Zuwendungsbescheid entgegennehmen kann.
In dem Pilotprojekt „Telemedizin im bodengebundenen Rettungsdienst“ sollen in Spree-Neiße neue Technologien zum Einsatz kommen, die eine schnellere zielgerichtete Behandlung von Notfallpatienten in den ländlichen Gebieten ermöglichen und dadurch Leben retten können. Lange Anfahrtswege im ländlichen Raum sowie die zunehmend ältere Gesellschaft machen neue verbesserte Wege der medizinischen Versorgung erforderlich.
Die Idee für dieses Projekt resultiert aus den Erfahrungen der Rettungswachen, welche entfernt von den Notarztstandorten liegen. In diesen Bereichen braucht der Notarzt mehr Zeit zum Patienten als der Rettungswagen, der deutlich schneller vor Ort ist.
Zum Einsatz kommt ein mobiles Übertragungsgerät, das der Notfallsanitäter oder Rettungsassistent bei sich trägt. Diese Mixed-Reality-Brille erlaubt dem Benutzer, interaktive 3D-Projektionen in der direkten Umgebung darzustellen. Damit werden die Untersuchungsbefunde sowie Situationen am Einsatz- und Unfallort visuell und akustisch an Notärzte, Leitstelle und Krankenhaus übertragen. Die Therapie kann auf der Grundlage dieser Aufnahmen bereits auf der Anfahrt zum Notfallpatienten durch den Notarzt bestimmt und begleitet werden. Im Rahmen der Digitalisierung und Weiterentwicklung der Telemedizin stellt dieses Projekt einen Schritt dar.
Mithilfe des Einsatzes von digitalen Technologien wird so die Sicherung der Daseinsfürsorge und medizinischen Versorgung auf dem Land gelingen, aber auch die Attraktivität der Berufe im Rettungsdienst erhöht. Durch neue Technologien in der medizinischen Versorgung kann zudem ein bestehender Fachkräftemangel kompensiert werden, indem eine mobile Einsatzbegleitung durch eigene Notärzte in Kombination mit zentralen Telenotärzten erfolgt.
Damit reiht sich das Projekt, wie auch Staatssekretär Dr. Grimm betont, in die Zielstellungen für die Gestaltung einer Modellregion Gesundheit in der Lausitz ein und soll als Pilotprojekt ein erster Schritt für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung sein.

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