Am besten gleich zweimal geradelt

140809maust
Bei schönem Wetter bedient Daniela Hoffmann ihre Gäste am liebsten im Kaffeegarten der „Maustmühle“ an den Peitzer Teichen. Für Feiern stehen das Festzelt und der historische „Pariser Pavillon“ aus dem Jahr 1910 zur Verfügung Fotos: BeWe

Ausflüge zur Maustmühle oder ins Spremberger Stausee-Umland:
Region (BW/h). Von Cottbus als Startpunkt aus sollten Sie sich diesmal entscheiden – entweder folgen Sie dem Weg nach Norden zur Maustmühle, oder Sie entdecken die Reize nördlich der Talsperre Spremberg und landen mit uns in Bagenz. Beide Ziele versprechen sehr gute Gastronomie an lauschigen Plätzen.
Zur Maustmühle
Von Cottbus führen gleich mehrere ausgeschilderte Radwege in das nordöstlich der Stadt gelegene Ziel. Wir wollen ein kleines Stück dem „Gurkenradweg“ folgen, und so geht es zunächst in Richtung Saspow. Nach dem Überqueren der Bundesstraße 168 bei Lakoma führt der Weg am Hammergraben entlang, der bis zur Verbindungsstraße nach Neuendorf vor dem Ortseingang von Maust linksseitig begleitet wird. Ein Wegweiser hilft, die markierten Radwege nicht zu verfehlen. Nach etwa vier Kilometern kommt die blaue Brücke ins Blickfeld, die zum Erlebnispark Teichland führt. Um unser heutiges Ziel zu erreichen, lassen wir die Brücke rechts liegen und folgen dem grünen Wegweiser. Nur noch wenige hundert Meter sind es bis zur Ortslage Maust und dem Abzweig zum Tagesziel. Das Rauschen des Mühlrades empfängt den Radler bereits, und schnell stellt sich Erholungsatmosphäre ein. An dem achtarmigen Radtouren-Wegweiser können wir ablesen, dass bereits 13,5 Kilometer in unseren Beinen stecken – Zeit für eine Rast.
Das wunderschön am Neuendorfer Teich gelegene Ausflugslokal mit seinem großzügigen Kaffeegarten ist in den Sommermonaten täglich bereits ab 11 Uhr geöffnet. Erst vor wenigen Wochen wurden alle Wege barrierefrei angelegt, sogar Strandkörbe laden zum Verweilen ein und der schöne Blick über das Wasser auf das gewaltige Wolken „produzierende“ Kraftwerk Jänschwalde ist schon ein Foto wert. „Wir freuen uns über die vielen Radler, weil wir ihnen Gastronomie in der Natur bieten können, aber auch Familien-, Vereins- und Firmenfeiern sowohl im Restaurant als auch im Festzelt oder unter dem historischen ‚Pariser Pavillon’ stehen im Terminbuch“, erzählt Stefan Dommaschk. „Auf der Wunschliste unserer Gäste stehen vor allem lausitz-typische Fisch- und Wildgerichte, Tiegelwurst und Leinöl mit Quark. Unsere
legendären Buttermilchplinse sind aber auch nicht zu verachten“, ergänzt der Restaurantleiter. Man kann natürlich auch mit dem Auto bequem anreisen, dann kann das traditionelle Lokal Ausgangspunkt von Wanderungen sein, die gut ausgeschildert rund um den Neuendorfer Teich führen (7,5 km).
Frisch gestärkt kann der kleine Umweg über Peitz noch auf dem Programm stehen. Hier ist das Hütten- und Fischerei-Museum ein lohnendes Ziel. Die gesamte Tour ist etwa 35 Kilometer lang, also auch für alle Freizeitradler kein Problem.
Richtung Stausee
Wer in die andere Himmelrichting radeln mag, erreicht bald das Gebiet der Spremberger Talsperre. Von Neuhausen östlich der Spree bleibend, bietet sich wunderschöne Waldlandschaft mit Zwischenstationen wie Laubsdorf, das Golfplatzplatzgebiet um Casel oder – für kulinarische Genießer – Bagenz mit dem gemütlichen Dorfkrug. Hier wird heimisch geköchelt, und das klingt in der aktuellen Pilzzeit verlockend. Was halten Sie von einer Pilzpfanne „Waldfräulein“? Oder lieber Spanferkelrollbraten mit Waldpilzsoße? Der Dorfkrug gilt als Geheimtipp für gute Familien- oder auch Firmenfeiern (durch das Team des Märkischen Boten sehr erfolgreich erprobt), zumal die Pension auch Übernachtung vorhält. Von hier aus sind Radrunden um den Stausee oder auf dem Spree-Radweg, der von Sachsen her kommt, immer ein Genuss. Vielleicht auch, um nebenbei selbst Pilze zu sammeln. Die sollen bei feucht-warmem Wetter gut wachsen …


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert