

VHS schafft Senioren-Klassifizierung ab / BTU: Wo Jung und Alt gemeinsam lernen:
Region (ysr). Die heutige Generation 50+ gehört längst noch nicht zum „Alten Eisen“. Im Gegenteil, die Best Ager suchen sich Möglichkeiten, neue und bevorstehende Lebensphasen anspruchsvoll zu gestalten. Dabei geht es immer auch darum, neugierig zu bleiben, bewusst den sozialen generationen- wie kulturell übergreifenden Austausch zu suchen und sich einfach auch mal neue Dinge zuzutrauen. Das bestätigt auch Birgit Hendrischke, Leiterin des Weiterbildungszentrums an der BTU. Seit Beginn der SeniorenUniversität vor gut 14 Jahren hat sich das Angebot in Cottbus stetig erweitert. Teilnehmer wollen dabei nicht ausschließlich als Rezipienten in Seminaren und Vorträgen sitzen. Vielmehr wird die aktive Kommunikation gesucht, kritisch hinterfragt oder auch gern mal das Ruder selbst in die Hand genommen. Ein Beispiel ist die Projektgruppe der Homepager. Neben dem sozialen und gesellschaftlichen Aspekt nimmt die Leistungsanerkennung einen wichtigen Stellenwert ein. „Und viele sind Wiederholungstäter“, lacht Birgit Hendrischke. An der BTU mischt sich Alt mit Jung, auf dem Campus, in den Seminaren, in der Mensa. Auch Gudrun Kölling, Fachbereichsleiterin an der VHS Senftenberg, bestätigt den Trend. „Viele Senioren von heute haben ein völlig neues Lebensgefühl, keine Berührungsängste und ein weites Interessenspektrum.“ In der VHS wurde sogar die Klassifizierung „Seniorenkurs“ abgeschafft. Neben der geistigen Aktivität stehen für „Senioren“ immer auch der Gesundheits- und der Bewegungsaspekt im Fokus. Sie sind aktiv in Vereinen, in den unterschiedlichsten Sportarten oder bekleiden Ehrenämter. Der klassische Begriff des „Senioren“ scheint überholt. Vielmehr wird von Erfahrungsträgern gesprochen, die ihren individuellen Wissenshunger stillen wollen und Chancen beim Schopf packen.







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