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Bildungsnotstand im roten Brandenburg

Region | Von | 20. August 2021

18. Bildungsmonitor belegt: Bildungssystem bleibt schlecht und fällt wieder durch.

Region (FH). Das Brandenburger Bildungssystem, seit 1990 SPD-geprägt, bleibt ein Sanierungsfall. Nach Bremen ist es das schlechteste in Deutschland. Das belegt der 18. Bildungsmonitor, den das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt. In die seit 2004 jährliche Studie fließen 93 Indikatoren ein. Das reicht von der Zahl der Schulabbrecher pro Bundesland, über die Zahl der frisch gekürten Doktoren, die von einer Universität kommen, bis hin zu Elternbefragungen.
Große Defizite hat Brandenburg in der zu späten Einschulung vieler Grundschüler. Der Anteil vorzeitig abgebrochener Ausbildungsverträge ist extrem hoch und angehende Naturwissenschaftler
bleiben im Land Mangelware.
Gründe sind fehlende Leistungsorientierung und eine verfehlte Bildungs- und langfristige Personalpolitik. Nur langsam gelingt es dem Bildungsministerium, gute ausscheidende Lehrer durch qualifizierte neue zu ersetzen. Die Fehlentscheidungen in der Personalpolitik liegen zum Teil Jahrzehnte zurück, die ideologische Verblendung des Ministeriums hingegen ist geblieben. So werden Lehrer unverblümt durch das Bildungsministerium aufgefordert, weich zu bewerten und auf Klassenarbeiten in den ersten sechs Wochen zu verzichten. Ob mangels Präsensunterricht danach welche geschrieben werden, bleibt abzuwarten.
Erstaunlicherweise sterben in Brandenburg die Sitzenbleiber aus, leider nicht wegen gestiegenen Leistungsniveaus der Schüler. So ist die Zahl der nicht versetzten Schüler von 1991 im Jahr 2020 auf 283 Schüler im Corona-Schuljahr 2020/21 gesunken. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass Brandenburg sich aufgrund der Lehrerknappheit keine Sitzenbleiber mehr leisten könne und zudem passen diese ja auch nicht ins bildungs-ideologische Bild der amtierenden SPD-Regierung.
Bildungsspitzenreiter bleibt, wie in den Vorjahren, Sachsen, gefolgt von Bayern. Sachsen wird vor allem für sein Ganztagsangebot, eine starke Forschungsorientierung und für Bestwerte von Schülern in Mathe und Naturwissenschaften gelobt. Bayern hält den Spitzenplatz in den Bereichen berufliche Bildung, Abbau von Bildungsarmut und Integration.

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