Ein buntes Programm ist vorbereitet.

Burg-Kauper (MB). Die Geschichte von Burg-Kauper ist spannend; geprägt von den Menschen, die sich vor über 300 Jahren hier niedergelassen haben in einem Landstrich, der als siedlungsfeindlich galt und daher lange nahezu unerschlossen war. „Es wurde auf preußisch-fiskalischem Land (den ‘Kaupen’, von wendisch kupa ,Insel‘) ohne staatliche Kenntnisnahme, Planung oder Privilegierung von Burger Hofinhabern bzw. ihren nicht erbberechtigten Kindern zwischen 1700 und 1725 eine Siedlungsstruktur mit über 100 Gehöften geschaffen (das Altdorf Burg wies nur 74 Hofstellen auf). Erst 1725 seien Vertreter der preußischen Kriegs- und Domänenkammer auf diese Kulturleistung aufmerksam geworden, heißt es im Sorbischen Kulturlexikon (Domowina-Verlag 2014). Diese Kommissare hätten erstmals die Begriffe „Kauper“ bzw. „Kaupen“ verwendet, schreibt Dr. Alfred Roggan in „Das Amtsdorf Burg und die Kaupensiedlung“. Dies fällt in die Regierungszeit Friedrich Wilhelm I., dem die Gründung von Burg-Kauper durch Ansiedelung ausgedienter Soldaten seit Jahrzehnten zugeschrieben wird.
Vom 3. bis 5. Oktober darf also gefeiert werden: Die Gemeinde Burg und das ehrenamtliche Festkomitee unter Leitung von Dr. Eckhard Albert laden vom 3. bis 5. Oktober zu einem bunten Programm unter dem Motto „Preußen – Trachten – Traditionen“ auf der großen Wiese am Willischzaweg/Ecke Ringchaussee (Bramers Brücke) ein: Das Fest startet am Freitag, 3. Oktober, mit einem Nachmittag für die Burger Senioren. Ab 16.30 Uhr spielen die „Lutzketaler Musikanten“ auf, ab 19 Uhr zum Tanz beim „Ball der Vereine“. Die „Bunten Wasserträume“ der Feuerwehr Burg-Kauper werden gegen 20.30 Uhr ein Höhepunkt sein.
Am Samstag, 4. Oktober, erwartet die Gäste von 11 bis 17 Uhr ein Traditionsmarkt mit Burger Vereinen, Handwerks- und Landwirtschaftsbetrieben, Trachtenflohmarkt, Bücherflohmarkt und Trödelstand; Heuschoberpacken und Brückenbau wie vor 100 Jahren sind zu erleben. Auf der Bühne gibt es ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Mit dabei sind ein „Langer Kerl“ aus der Leibgarde Friedrich Wilhelm I., die Bertianer, das Burger Lieschen, die Schülerband aus der Grund- und Oberschule „Mina Witkojc“ und viele weitere mehr. Feierlich eröffnet wird das Fest um11 Uhr. Ab 19 Uhr wird zum Tanzabend mit der „Total-Liveband“ ins Festzelt eingeladen.
Die evangelische Kirchengemeinde gestaltet am Sonntag um 10 Uhr einen Festgottesdienst im Festzelt. Mit Musik von der „Drachencombo“ klingt das Jubiläumswochenende dann langsam aus.
Der Eintritt ist an allen Tagen frei, nur zum Tanzabend am Samstag wird ein Beitrag erhoben. Karten für 8 Euro sind in der Touristinformation und online unter www.burgimspreewald.de erhältlich, an der Abendkasse für 10 Euro.
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