
Die Neustädter zeigt Charakter – auch im Handel:
Cottbus (mk). Der historische Markt von Cottbus ist in vieler Munde. Neben dem Rundblick auf die historischen Fassaden dort lohnt es sich auch, die Neustädter Straße ins Auge zu fassen. Das derzeit eisglitzernde Kopfsteinpflaster wird rechts wie links von Häusern mit Fassaden aus dem 19. Jahrhundert eingerahmt.
Die einstige Gasse, nach dem im Jahr 1733 durchbrochenen Neustädter Tor benannt, hat viele Gesichter. Da gibt es die zahlreichen Geschäfte, die Dienstleistungen anbieten oder zum Einkaufsbummel einladen, da gibt es Häuser, die als Ort der Einkehr beliebt sind und vor allem gibt es solche, die dazu aufrufen, den Blick auch gerne nach oben gerichtet schweifen zu lassen. Schließlich fallen die Laternen an den Fassaden nur auf den zweiten Blick auf. Sie unterstreichen aber den historischen Charakter der Straße.
Die architektonische Vielfalt zeigt sich aber keineswegs allein an den alten Gebäuden. Wie ein Gebäude aus der fernen Zukunft wirkt inmitten der Neustädter Straße das Architekturbüro Franke. In der größtenteils gläsern-modernen Fassade spiegelt sich der Altstadtcharme der Gebäude gegenüber. Wie ein Fremdkörper wirkt das Gebäude dennoch nicht. Es symbolisiert das Wagnis, der neuen Zeit einen Platz zwischen den Altstadtflair versprühenden Gebäuden ringsherum zu geben.
Die Geschäftsleute wissen den Charme der Straße zu schätzen. Kürschnermeisterin Constanze Feind freut sich etwa, wenn die Neustädter Straße zur Weihnachtszeit in einem zusätzlichen Glanz erstrahlt. Denn die Neustädter Straße ist keineswegs nur eine Zufahrt zum beliebten Cottbuser Altmarkt – sie ist ein Teil des Altstadtensembles – und zwar ein sehenswerter mit besten Adressen.










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