Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]
Die Strukturwandel-Idee heißt Flucht in die Stille - Märkischer Bote
Donnerstag, 20. Juni 2019 - 21:28 Uhr | Anmelden
  • Facebook

Heiter bis wolkig
24°C
 

Anzeige

Cottbus: Die Strukturwandel-Idee heißt Flucht in die Stille

16. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Cottbus |

Cottbus: Die Strukturwandel-Idee heißt Flucht in die Stille

Podium mit dem Cottbuser OB Holger Kelch, Prof. Silke Weidner (BTU), Eberhard Tomsche vom UVB, Uesa-Geschäftsführer Helmut Hoffmann und Reha-Vita-Chef Christian Seifert

Wenig Interesse für das Nachdenken im Haus der Wirtschaft / Cottbus-Region braucht ein Leitbild:
Cottbus (hnr.). Wenn es ein Bemühen um zukunftsfähige Lösungen im demografischen Desaster der Region gibt, so ruht das auf wenigen Schultern. Diesen Eindruck machte eine schlecht besuchte und konzeptionell auch nicht ausreichend durchdachte Podiumsveranstaltung im Haus der Wirtschaft.
Im Podium bemühte sich Prof. Silke Weidner vom Lehrstuhl Stadtmanagement um Anregungen. Junge Bevölkerung, so habe sie herausgefunden, rotiert nicht permanent im Leistungsdruck, sondern will chillen (ruhen) und braucht Orte dafür. Vielleicht könne Cottbus zwischen den großen Plätzen Berlin, Dresden und Leipzig zum „Entlastungsstandort“ mutieren.
OB Holger Kelch fand als Zustandsbescheibung für die Achse Berlin-Cottbus-Breslau den Begriff vom „verkehrten Sandwich“: oben und unten Fleisch, dazwischen trocken Brot. Wie auch der Uebigauer Unternehmer Helmut Hoffmann (Uesa GmbH) sieht er die Bahnanbindung der Cottbuser Region problematisch. Wenigstens der Bau des zweiten Gleises nach Berlin, so Kelch, solle aber jetzt im Bundesverkehrswegeplan vorgezogen werden. Reha-Vita-Chef Christian Seifert im Podium und auch Claus Schmiedchen vom ICO-Unternehmen aus dem Publikum rieten zu Zuversicht aus dem Bewusstsein eigener Leistungskraft. Es gebe Stärken wie gute Bildungsstruktur, Kultur und auch die Zufriedenheit von Kunden wie Mitarbeitern. Darauf lasse sich bauen.
Einigkeit herrschte darin, dass die Region ein Leitbild brauche. „Wer nicht weiß wo er hin will, findet auch den Weg nicht“, konstatierte Prof. Weidner. Und Schmiedchen warnte: Auf einen Ostsee lässt sich solche Vision nicht reduzieren; der wird einfach nicht zum Starnberger See.




Anzeige

Schreibe einen Kommentar

 

Ich habe die Datenschutzerklärung der Cottbuser General-Anzeiger Verlag GmbH gelesen und akzeptiere diese mit dem Versenden des Kommentares.


Das könnte Sie auch interessieren