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Cottbus: Die Traum-Location Strombad

Cottbus | Von | 9. September 2016

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Einfach mal vorbeischauen! Kanupolo ist ein schneller Sport, bei dem es um Geschicklichkeit, Präzision und Teamgeist geht. Die Jungs vom Lok RAW Cottbus e.V. trainieren dienstags und donnerstags ab 16.30 Uhr im alten Becken des Strombades Foto: Conny Meißner

Ob Punkmugge, Zirkusprojekt, Fancamp, Kanupolo oder Streetfood – das alte Strombad lebt

Cottbus (cm). Die Kanuspitzen quirlen das Beckenwasser durcheinander, die schmalen Boote schleudern um die Kurven, wenden um 180°, nicht ohne dabei ordentlich mit Spreewasser zu spritzen. Der Ball, mit dem Paddel geschlagen, fliegt in eines der hohen Tore. Beide Teams, mit jeweils fünf Jungs zwischen 10 und 14 Jahren, liefern sich ein Match, das sich wahrlich gewaschen hat.    Kanupolo im Strombad!
Nachdem dieser Sport trotz langer Tradition und Meistertitel fast ausgestorben war, baut Trainer Frank Schulze vom Lok RAW Cottbus die Sektion mit Erfolg wieder neu auf. In gewisser Weise ging es dem Kanupolo da fast wie dem alten Flussbad selbst.
1921 durch den Verein für Gesundheitspflege e.V. angeregt,  konnte 1925 das Bad mit der Besonderheit eines öffentlichen Badezuganges zur Spree eröffnet werden. In der Saison 1927 kamen mehr als 90 000 Besucher und trotz schlechten Wetters im Sommer 1992 erholten sich immer noch 20 000 Cottbuser hier an der Spree. Die Schließung erfolgte 1993.
Neue Ideen, Mut und Kreativität hatten Geschäftsführer Jörn Meyer und das Team der Jugendhilfe e.V. Seit 1994 betreiben sie das Gelände, dessen Eigentümer aber die Stadt ist. Kinder und Jugendliche erfüllen jeden Sommer das „trockengelegte“ Flussbad mit Leben. Vor allen Dingen in den Ferien werden auch Mehrtagesangebote mit Übernachtungen organisiert. Für viele Cottbuser Kinder und Jugendliche ist das Zirkuscamp ein fester Termin im Ferienkalender. In den Jahren 2006 bis 2008 konnten die Gebäude, das Schwimmbecken und der Badestrand an der Spree mit viel ehrenamtlicher Hilfe echter Strombad-Freunde – auch durch die Initiative des Märkischen Boten – und Leistungen des Jugendhilfe e.V. erneuert werden. Mehr als 1,5 Millionen Euro aus EU-, Stadt- und Vereinstöpfen flossen in das Projekt.
Einen erheblichen Teil der laufenden Kosten trug der Verein schon immer, nun aber ist seit 2016 die finanzielle Unterstützung der Stadt eingestellt.
Das JHCB-Team setzt jetzt auf Auslastung und Vermietung. Das Gelände eignet sich gut für Projekttage, Firmenevents, Geburtstagsfeiern und anderes.
Neben der Sektion Kanupolo betreibt als Dauergast der Chekov e.V. „the unoptimal location“. Verschiedene Cottbuser Bands nutzen die Proberäume.
Glücklicherweise haben auch örtliche Eventmacher das Strombad (wieder) entdeckt. Ein besonderes Highlight wird gewiss das Streetfood-Festival vom 1. bis 3. Oktober werden. Dann verwandelt sich das alte Bad in ein Mekka kulinarischer Köstlichkeiten. Starköche wie Frank Ochmann, Michael Kempf, Enie van de Meiklokjes, Spreewaldkoch Peter Franke sowie Redo XXL wollen in Bühnenshows Essen aus aller Welt präsentieren, während die Besucher am Wasser und auf der Wiese in chilligen Loungemöbeln die Unterhaltung, das Essen und guten Wein genießen können.
Über das alte Flussbad sagt Veranstalter Frank Kuban: „Eine Traum-Location für Genießer und für dieses Riesenerlebnis.“



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