Senftenberg: Der Brückenschlag ist schon Geschichte

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Die Arbeiter sorgten im Schneeregen für den Brückenschlag über die vielbefahrene Bahntrasse Foto: T. Richter-Zippack

Senftenberger Pieck-Überführung wird im Juli 2016 vollendet / Arbeiten liegen im Zeitplan:
Senftenberg (trz). Historischer Moment in der Senftenberger Wilhelm-Pieck-Straße: Ende November ist der Brückenschlag über die dortige Bahntrasse erfolgt. Dutzende Schaulustige hatten das Spektakel staunend verfolgt. Erstmals seit mehreren Monaten ist wieder eine richtige Brücke zu sehen.
Nach Angaben von Projektleiterin Margit Jankowski aus dem Senftenberger Tiefbauamt wurde mit acht vorgefertigten Bauteilen, jedes etwa 18 Tonnen schwer, der Überbau über die beiden Gleise hergestellt. Dies geschah mittels eines imposanten, weithin sichtbaren Krans. Rund zehn Arbeiter der Firma Strabag justierten die Teile auf den Millimeter genau ein. Und das bei Schneeregen und Temperaturen nur wenig über dem Gefrierpunkt. Die Brückenteile waren in der Nacht vor dem Brückenschlag per Tieflader aus dem Betonwerk Laußnitz bei Königsbrück nach Senftenberg trans- portiert worden. Für die Maßnahme musste die Bahntrasse zwischen Senftenberg und Ruhland komplett gesperrt werden. Kein Wunder, arbeitete der Kran nur wenige Meter über der dortigen Stromleitung. Doch alles ging glatt, es gab keine Probleme.Indes wird es nach Angaben von Bernd Linke von der Strabag noch ein gutes halbes Jahr dauern, bis die Pieck-Brücke wieder freigegeben werden kann. Im Januar und Februar herrsche auf der Baustelle Winterruhe. Für die dortigen Arbeiten würden bestimmte Temperaturen benötigt, die während der kalten Jahreszeit kaum zu erwarten seien. Ab dem Frühjahr erfolgten dann die Restarbeiten sowie die Wiederherstellung der beiden Brückenauffahrten. Der Vorgänger der Überführung war im Jahr 1960 gebaut worden. Das neue Bauwerk solle nunmehr ein komplettes Jahrhundert halten.
Die Eröffnung wird laut dem Senftenberger Pressesprecher Andreas Groebe mittels eines Brückenfestes begangen. Wann genau gefeiert wird, sei derzeit noch unklar. Auf jeden Fall solle das Bauwerk spätestens mit dem Beginn der Sommerferien 2016 wieder passierbar sein.

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