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Der Krieg ist nicht einfach so vorbei

Guben | Von | 11. Juli 2014

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Andreas Peter berührte die Gäste der Lesung zur Sonderausstellung „Guben im ersten Weltkrieg“ im Stadt- und Industriemuseum Foto: U.S.

Berührende Schicksale in Lesungen zur Gubener Sonderausstellung:
Guben (U.S.). Die letzte Sonderausstellung  im Gubener Stadt- und Industriemuseum „Guben im ersten Weltkrieg“ wurde durch Vorträge von Andreas Peter vertieft. Zusätzlich zu den gewählten Themen erzählt der Autor von seinem eigenen Ringen mit dem Themen Krieg, Kriegsdienst, Befehlsgehorsam und Waffengewalt. „Mein Großvater war im Ersten Weltkrieg, ich selbst habe die DDR für 18 Monate an der Grenze verteidigt“, gibt Andreas zum Einstieg der dritten Lesung preis. Denn diese Lesung war einem Schriftsteller gewidmet, den die wirklichen Lebensschicksale interessierten. Die Augenblicke, an denen andere verzweifeln und das Leben einfach weiter gehen wird, diesen Augenblicken hat Erich Maria Remarques seine Geschichten gewidmet. Und das zu einer Zeit, als der gesellschaftliche Trend die Verherrlichung der Niederlage und den Heroismus des Soldaten bevorzugte. Andreas Peter erinnert sich an einen markigen Ausspruch: „Der Krieg ist nicht verloren, wir haben vorher kapituliert. Jetzt zeigt sich, dass um uns nur Feinde sind, in der Art, wie sie uns behandeln!“ Andreas Peter beendet seine zum Nachdenken veranlagte Einführung. Nachfragen gibt es keine, erst recht nicht später. Denn nun liest er aus dem neuen Buch von Thomas Schneider und weiß, diese Geschichten werden den Zuhörern alles abverlangen. Es sind berührende Schicksale, obwohl oder gerade weil der Krieg erst 100 Jahre zurückliegt. Für eine Stunde öffnete Andreas Peter die Tür in eine Zeit, die wir nicht miterleben mussten, nicht unmittelbar.
Eine weitere Sonderveranstaltung widmet sich am 27. Juli um 16 Uhr dem 160. Jubiläum der Erfindung des Wollfilzhutes durch Carl Gottlob Wilke im Beisein der Urenkelin Rosemarie Schuder, der Ehrenbürgerin der Stadt Guben. Ihr Lebensweg als erfolgreiche Schriftstellerin in ihrem dann 86. Lebensjahr soll ebenso im Fokus stehen.



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