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Die große Seen-Sucht in Sedlitz - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Die große Seen-Sucht in Sedlitz

Die große Seen-Sucht in Sedlitz
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Die große Seen-Sucht in Sedlitz

14. Dezember 2018 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

Der künftige Hafen und das Gewerbegebiet am See verändern den Ort.

Die große Seen-Sucht in Sedlitz

Sie lassen nicht locker und sind ungebremst optimistisch, wenn es um die Zukunft von Sedlitz geht: Ortsbeiratsmitglied und Stadtverordneter Frank Ciesielski, Ortsvorsteher Steffen Philipp, und der Stadtverordnete Arnd Kaiser (v.l.) | Foto: J.Kurze

Sedlitz (jk). Sedlitz hat weit mehr zu bieten, als es von der Durchfahrt scheint. Nicht nur die Schüler und Auszubildende des Oberstufenzentrums sorgen für Leben im Ort, sondern auch die Ortsansässigen selbst wie zum Beispiel der Reitverein. Nicht zu vergessen: das Rockfestival „Mosh gegen Krebs“, hier wurde in den vergangenen Jahre Beeindruckendes geleistet!
Das Ortsbild verändert sich ständig. Das neue Feuerwehrgerätehaus wurde im Herbst übergeben. Das hat sogar einen Stellplatz für einen Bootsanhänger inklusive Boot für die spätere Seerettung am Sedlitzer See – womit wir beim eigentlichen Thema sind.
Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich, der Sedlitzer Ortsvorsteher Steffen Philipp, Ortsbeiratsmitglied und Stadtverordneter Frank Ciesielski und der Stadtverordnete Arnd Kaiser hatten kürzlich nach Sedlitz eingeladen und Ortsfremde doch ins Staunen versetzt. Am Ufer des Sedlitzer Sees wird kräftig gearbeitet, die Strukturen des künftigen Hafenbeckens lassen sich bereits erahnen. „Wenn der Sedlitzer See geflutet ist, wird das Gewässer zwischen Partwitzer und Großräschener See mit ungefähr 1400 Hektar Fläche der größte See hier in der Lausitz sein“, kommt Ortsvorsteher Steffen Philipp regelrecht ins Schwärmen und bezeichnet den Sedlitzer See sogar als die „Perle des Lausitzer Seenlandes“. Er erklärt: „ Neben der Hafeneinrichtung wird hier ein Wohngebiet mit über 100 Grundstücken entstehen – direkt am Wasser wohlgemerkt, nicht in Wassernähe wie anderswo.“
Die Nachfrage für das künftige Wohngebiet Sedlitzer Bucht übersteigt das Angebot bei weitem. „Wir hatten ja mal den Traum vom Lagunendorf. Aber das Projekt liegt erst einmal auf Eis“, so der Stadtverordnete Arnd Kaiser. Die Formulierung „erst einmal“ lässt aufhorchen. Die Senftenberger Stadtverordneten hatten diese Idee vor einigen Jahren nicht mitgetragen, aber Arnd Kaiser will an dieses Thema noch einmal ran. Senftenbergs Bürgermeister Fredrich sieht das hingegen eher skeptisch, schon allein wegen der komplizierten Genehmigungsverfahren, die inzwischen ohne die Lagune liefen.
Dank der guten verkehrstechnischen Anbindung des Ortes, dank Bundesstraße und Bahn sowie der Lage am wachsenden See haben etliche Gewerbekunden ihr Interesse an der Ansiedlung bekundet, vor allem Firmen aus dem maritimen Bereich. „Die kommenden Arbeitsplätze sind ein Beitrag zum Strukturwandel in der Lausitz“, so Fredrich. „Die Finanzierung steht“.
Auch die LMBV will hier einen Stützpunkt erreichten. Der Gewässerrandstreifen darf hier überbaut werden, jeder Anlieger hat hier seinen eigenen direkten Zugang zum See – das ist einmalig im Lausitzer Seenland. Wermutstropfen: wegen des hohen Sanierungsaufwandes verzögert sich die Seefreigabe immer wieder. Sedlitz ist jetzt schon kaum wiederzuerkennen. Spätestens 2022 wird sich der Ort komplett verändert haben. Und über die momentane Einwohnerzahl von ungefähr 850 wird man dann nur noch schmunzeln.

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