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Die Klimaveränderung erreicht FCE-Stadion

Cottbus | Von | 23. Juli 2003

Neue Osttribüne unter Wasser.

FCE Stadion

Da spielte das Wetter nicht mehr mit… Nach tagelangen tropischen Temperaturen wurde die Region am Montag und Dienstag von heftigen Sommergewittern heimgesucht.
Viele Leute, wie hier in der Spremberger Straße, mußten Schutz unter Überdachungen vor den zentimeterdicken Hagelkörnern und dem Starkregen suchen. Foto: Norman Franz

Cottbus (tr). Nach der schwülen, subtropischen Hitze setzte am gestrigen Abend ein schweres Hagelgewitter verschiedene Teile der Lausitzmetropole unter Wasser. In der Spremberger Straße beispielsweise flüchteten die Passanten vor einsetzendem Hagelschlag und flohen in die nahegelegenen Geschäfte oder Gaststätten. Über eventuell Verletzte wurde bislang nichts bekannt. Die Cottbuser Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz. Allein am Dienstagabend mussten sieben Wassereinbrüche in der Innenstadt sowie in Sandow abgearbeitet werden. Selbst die nagelneue Osttribüne im Stadion der Freundschaft, welche im August beim ersten FCE-Heimspiel eingeweiht werden soll, stand tief unter Wasser. Die städtische Berufsfeuerwehr bekam beim Abpumpen tatkräftige Unterstützung von den Freiwilligen Feuerwehren aus Dissenchen, Schlichow, Sandow, Ströbitz und Madlow.
Immer mehr zeigen sich in der Niederlausitz die Symptome der in Gang gekommenen Klimaveränderung. Der Sommer 2003 steht dabei charakteristisch für die von Klimaexperten vorhergesagten Veränderungen. So drohen der Lausitzer Heimat einerseits lange Dürreperioden, welche aber andererseits durch heftige, zerstörerische Niederschläge begleitet werden. Des weiteren ist eine zunehmende Verlagerung der Niederschläge von den Sommermonaten in das Winterhalbjahr zu beobachten. Die Cottbuser Region ist zudem durch die bergbaulich bedingten Grundwasserabsenkungen in Mitleidenschaft gezogen worden. Insgesamt fehlt unserer Region eine Wassermenge von circa 32 Milliarden Kubikmetern.
In der Zukunft wird mit neuen, noch weit verheerenderen Naturkatastrophen zu rechnen sein. Während Westdeutschland im Regen versinken wird, ist für Ostdeutschland mit einer zunehmenden Versteppung großer Landschaftsteile zu rechnen. Die jetzigen Kapriolen sind ein Vorblick auf das Kommende.

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