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Die Osterweiterung ist in Cottbus bereits Realität

Cottbus | Von | 23. August 2003

Humboldt-Gymnasium erhielt gestern den Titel „Europaschule“ von Bildungsminister Steffen Reiche verliehen / Mehrsprachigkeit hoch im Kurs.

Humboldt-Gymnasium

Sehr konzentriert verfolgt Brandenburgs Bildungsminister Steffen Reiche (re.) den „After Hours Street Dance“, einen irischen Tanz, vorgetragen von Schülerinnen des frischbackenen „Europa-Humboldt-Gymnasiums in Schmellwitz. Das Humboldt-Gymnasium ist das erste Cottbuser Gymnasium, das den Titel „Europaschule“ tragen darf. Foto: Ri.

Cottbus (tr). „Den Gedanken, Europa zu vereinen, gab es bereits vor über 500 Jahren, als schon damals ein europäischer Völkerbund geschaffen werden sollte“, eröffnete die Direktorin des Schmellwitzer Humboldt-Gymnasiums ihre Festrede anlässlich der Titelverleihung „Europaschule“. Damit ist diese Schule das erste Gymnasium in Cottbus, welches diesen begehrten Titel sein Eigen nennen darf. Die Bezeichnung „Europaschule“ tragen bereits die Grundschulen in Ströbitz und Sachsendorf. Mit der Titelverleihung wird laut dem brandenburgischen Bildungsminister Steffen Reiche der Schüler- und Lehrerschaft „die Anerkennung für die geleistete Arbeit und der Ansporn für zukünftige Projekte“ zuteil. Drei Kriterien musste das Humboldt-Gymnasium erfüllen. Der erforderliche zweisprachige (bilinguale) Unterricht wird hier bereits seit sechs Jahren erfolgreich praktiziert. Der Unterricht in mindestens ein Sachfach, beispielsweise Geschichte, erfolgt in Englisch. Weitere fünf Sprachen, nämlich französisch, polnisch, russisch, lateinisch und spanisch, werden angeboten. Das dritte Kriterium ist das Lebendigste: die Schulpartnerschaften. Sie bestehen zu Schulen in Montreuil (Frankreich), Nuneaton (Großbritannien) und Zielona Gora (Polen), berichtet die stellvertretende Schulleiterin Waltraud Ullrich. Die Hauptaufgabe ihres Gymnasiums sieht Schulleiterin Ingrid Fritz in der „Vorbereitung ihrer Schüler auf das Leben in einem friedlichen Europa“. In Bezug auf die EU-Osterweiterung im Mai 2004 wünschte sich Ingrid Fritz unter dem Beifall des Bildungsministers, dass ein Jahr im Ausland „nicht immer in den USA absolviert werden muss“. Sie hat die Vision, dass die Gymnasiasten einen Teil ihrer Schulzeit durch aus im polnischen Zielona Gora verbringen könnten und umgekehrt: „Es ist sehr erstrebenswert, wenn deutsche und polnische Schüler gemeinsam in der Sekundarstufe II zum Abitur geführt würden“.

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