Drebkauer Brücke soll neu gebaut werden

151212drebk
Die Brücke in der Drebkauer Straße ist in einem miserablen Zustand. Wann allerdings ein Neubau kommt, steht derzeit nicht fest Foto: T. Richter-Zippack

Experte sagt, dass Kohlebahn-Überführung nicht einsturzgefährdet ist / Spremberg sucht Geld:
Spremberg (trz). Die Brücke in der Drebkauer Straße bildet das westliche Eingangstor nach Spremberg. Das Bauwerk überspannt die dortige Kohlebahn. Wie lange noch, ist allerdings unklar. Denn die im Jahr 1973 errichtete Brücke ist vollkommen marode. Das haben Untersuchungen ergeben. Schon seit längerer Zeit hat die Stadt Spremberg dort die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert.
Jetzt hat der Spremberger Brückeningenieur Matthias Nauck im Bauausschuss vorgeschlagen, dass ein Neubau die effizienteste Variante sei, das Problem zu lösen. Dieser schlage mit 750 000 Euro zu Buche, eine Vollsanierung dagegen mit 770 000 Euro. Billiger sei eine Teilinstandsetzung. „Damit ist aber das Kernproblem nicht gelöst“, argumentierte Nauck. Schließlich sei eigentlich alles kaputt. Und auch die Verkehrssicherheit lasse zu wünschen übrig. Knalle ein Auto gegen das Brückengeländer, könne es durchaus passieren, dass das Fahrzeug auf den darunter befindlichen Schienenstrang stürzt. Daher bestehe dringender Handlungsbedarf. Allerdings bestehe keine Einsturzgefahr.
Nach Angaben von Gerd Schmeidel vom Spremberger Bauamt verfügt die Stadt nicht über die zur Sanierung erforderlichen Haushaltsmittel. Aus diesem Grund gebe es an der Drebkauer Brücke auch einen Reparaturstau. Eine kurzfristige Maßnahme könnte sein, dass der Verkehr auf eine Fahrspur verengt werde und dass Lkw nur per Schritttempo passieren könnten. Unabhängig davon wolle die Stadt nach diversen Fördergeldern Ausschau halten.
Indes seien baugleiche Brücken in der näheren und weiteren Umgebung nach der Wende längst durch Neubauten ersetzt worden. Die Spremberger Überführung, eine Spannbeton-Fertigteilkonstruktion, bilde damit eine Art „historisches Unikat“.
Auf jeden Fall, so viel steht fest, wolle die Stadt ihr „Westtor“ auf jeden Fall erhalten. Schließlich bilde es eine wichtige Schnittstelle zwischen Zentrum und der Hochkippe Pulsberg. Ohne die Drebkauer Brücke, so befürchten die Spremberger, würde der Verkehr durch Kochsdorf und das Groß Buckower Gut rollen und dort die Lebensqualität erheblich mindern.