
Erster Bauabschnitt wird mit Wohlwollen von Anliegern begleitet
Cottbus (ha/bw). Mehr als fünf Millionen Euro investieren die Stadt Cottbus, dieLausitzer Wassergesellschaft LWG und die Stadtwerke, um in vier großen Bauabschnitten die Straße der Jugend von der Görlitzer Straße bis zum Breithaus/Kreuzung Eilenburger Straße zu erneuern. Dabei gilt es, nicht nur Fahrbahn, Geh- und Radwege zu sanieren, sondern auch Regen- und Mischwasserkanäle, Trinkwasser-, Gas- und Stromleitungen sowie Ampelanlagen, Straßenbeleuchtung und Hausanschlussleitungen neu zu installieren. Immerhin ist dafür ein Zeitraum bis Ende des kommenden Jahres eingeplant. Theodor Güldenpfennig, Vorsitzender des Bürgervereins Spremberger Vorstadt, kann sich nur lobend über den Fortgang der Bauarbeiten äußern: „Anlieger und Anwohner sind informiert über die Veränderungen, die mit den Baumaßnahmen verbunden sind. Wie ich weiß, liegt alles im Plan und mit den Erschwernissen kann man leben.“ Die überwiegend positive Stimmung der Anreiner bestätigt auch der Cottbuser Architekt Dr. Udo Günther. Er hat mit allen Anliegern gesprochen, denn er hat in 15 Gebäuden und auf Grundstücken eine umfangreiche Beweissicherung angefertigt, um späteren Streitigkeiten über Bauschäden vorzubeugen. Das erspart der Stadt lange gerichtliche Streitereien und gibt den Bürgern Sicherheit. „Es ist seit langem wieder ein Auftrag dieser Größe in meiner Stadt“, sagt der Baugutachter, der für solche und andere Aufträge in ganz Deutschland unterwegs ist. Jetzt kann er zur Baustelle laufen. Alle Grundstücke sind und bleiben erreichbar. Dazu ergänzt Theodor Güldenpfennig: „Unsere Eilenburger Straße ist derzeit zwar nur über die Thiemstraße oder die Drebkauer Straße zu erreichen, der Anliegerverkehr hat sich aber darauf eingestellt.“
Die Baumaßnahmen finden im jetzigen Bauabschnitt auf der Westseite der Straße der Jugend zwischen Stadtring und Eilenburger Straße stadtauswärts statt. Gleich an der Kreuzung zum Stadtring befindet sich auch das DER Reisebüro. „Wir sind trotz der rot-weißen Bauzäune gut zu erreichen. Zu Fuß sowieso und mit dem Auto sowohl aus der Stadt kommend als auch vom Stadtring aus östlicher Richtung“, beschreibt Marianne Titze, Verkaufsleiterin des DER Reisebüros, die Situation. Nur vom Bahnhof können die Parkplätze in der Weinbergstraße nicht erreicht werden, da das Rechtsabbiegen in die Straße der Jugend nicht möglich ist. Dennoch lohnt sich ein Besuch gerade jetzt. „Derzeit haben wir Reisen zu einmalig günstigen Preisen, ganz gleich, ob es per Flug nach New York, per Schiff auf der Donau oder zu einem richtig schönen Urlaub durch Deutschland oder nach Österreich gehen soll“, freut sich Marianne Titze. „Selbst individuelle Weltreisen haben wir schon für unsere Kunden organisiert.“
Der nördliche Teil der Straße der Jugend wird erst ab Juni von Baumaßnahmen betroffen sein. Roland Schöpe kann seine Kundschaft im „Teehaus Schöpe“ also wie bisher empfangen. Derzeit ist der Teekenner dabei, sich auf das Gartenfestival am 17. und 18. Mai in der „Historischen Schlossgärtnerei“ im Branitzer Park vorzubereiten. „Wir werden eine Komposition vorstellen, die dem Teegeschmack Pücklers nachempfunden ist. Natürlich wird darin der echte ‚Earl Grey’ zu finden sein, aber auch Bergamotte-Öl, Vanille und … alles möchte ich noch nicht verraten“, freut sich Roland Schöpe und lässt die „geheimnisvolle“ Mischung in kleine Tüten rieseln. Das Branitzer Gartenfestival ist eine gute Gelegenheit, eine neue Sorte für die ruhige Stunde zum Feierabend zu finden. Das geht auch in der Straße der Jugend.







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