
Hitze fordert Tribut auf den Feldern der Region:
Spremberg/Forst (trz). Die Ernte im Spree-Neiße-Kreis läuft auf Hochtouren. Die Bauern sehen die Ergebnisse allerdings mit gemischten Gefühlen. „Grundsätzlich sind die Erträge geringer als vor zwölf Monaten“, resümiert Annette Friedow vom Fachbereich Landwirtschaft des SPN-Kreises an. Beim Getreide wurden in den vergangenen Monaten rund neun Prozent weniger eingefahren. Beim Raps gebe es sogar Verluste von 31 Prozent. Im sechsjährigen Mittel sähe es aber nicht so schlecht aus. Es habe, so Annette Friedow, auch noch trübere Jahre gegeben. Grund für die Verluste in dieser Saison sei natürlich das Extremwetter. Insbesondere die lang anhaltende Trockenheit sei den Feldkulturen nicht bekommen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gibt es in der Region Cottbus bereits seit März ein Niederschlagsdefizit. Seitdem seien alle Monate zu trocken gewesen. So verwundert es nicht, dass Spree-Neiße von allen 14 Brandenburger Landkreisen die schlechteste Getreideernte aufweise.
Derzeit laufe beim Mais die Ernte auf Hochtouren. Beim Silomais sei bereits knapp die Hälfte eingefahren. Pro Hektar würden knapp 200 Dezitonnen geerntet. Vor zwölf Monaten waren es 345 Dezitonnen, im Jahr 2010 allerdings nur 268. Zwischen Spreewald und Neiße wächst auf 18 Prozent der Felder Mais. Auch bei dieser Frucht gebe es massive Verluste.
Indes gibt es laut Landkreis teils massive Beschwerden aus der Bevölkerung. Beklagt werde eine angebliche Lärm- und Staubbelastung durch die Erntegeräte.
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