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Es gibt noch viele weiße Flecken in der Heimatgeschichte - Märkischer Bote
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Es gibt noch viele weiße Flecken in der Heimatgeschichte

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Es gibt noch viele weiße Flecken in der Heimatgeschichte

13. November 2015 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

Es gibt noch viele weiße Flecken in der Heimatgeschichte

Der Spreewälder Leichhardt-Experte Bernd Marx (l.), der sich leider von der Leichhardt-Konferenz (die zehnte fand eben in Goyatz statt) trennte, informierte über seine aktuellen Projekte

Heimatforscher treffen sich zur dritten OSL-Geschichtsbörse in Calau:
Calau/Senftenberg (trz). Wer glaubt, die regionale und lokale Geschichte wäre schon ausreichend erforscht, irrt gewaltig. In den meisten Städten und Dörfern gibt es bis heute jede Menge weißer Flecken in der Geschichtsschreibung. Um diese nach und nach mit Wissen aufzufüllen, haben sich jetzt dutzende von Heimatforschern zur dritten Geschichtsbörse im Oberspreewald-Lausitz-Kreis getroffen.
Im Fokus stand dabei unter anderem die jüngere Geschichte, sprich die Wendezeit der Jahre 1989/1990. Tom Fehrmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des OSL-Kreismuseums, referierte über Forschungsmethoden. Warum? „Weil es sich um eine besonders sensible Periode handelt. Viele Zeitzeugen leben noch, und sie haben Angst davor, für ihre damaligen Tätigkeiten bewertet zu werden. Unsere Aufgabe ist es wiederum, diesen Leuten klar zu machen, dass die Historie völlig wertfrei aufgearbeitet werden soll.“ In Senftenberg sei die Wendestimmung ohnehin relativ spät aufgekommen. Erst am 25. Oktober 1989 gab es die erste Demo. Hintergrund, so Fehrmann, war, dass die Staatssicherheit im Kohle- und Energiebezirk Cottbus ein besonders engmaschiges Beobachtungsnetz aufgebaut hatte.
Auf der Geschichtsbörse durften natürlich auch die neuesten Publikationen nicht fehlen. Nicht wenige Heimatforscher folgten damit dem Aufruf von OSL-Landrat Siegurd Heinze, der es sehr schade fände, würden die entsprechenden Ergebnisse in irgendwelchen Schubladen oder Archiven verschwinden. Der Barziger Günter Kalliske beispielsweise hat eine Broschüre über Sagentouren in der Calauer Schweiz verfasst. Das Werk solle bald erscheinen. Kalliske will herausgefunden haben, dass man in der ergiebigsten Quelle der Niederlausitz, dem Goldborn bei Werchow, gar nicht ertrinken könne, da das Wasser den Körper immer wieder an die Oberfläche befördere.
Der Heimatverein Altdöbern wartete mit seinem Kalender für das Jahr 2016 auf. Das Werk enthält faszinierende Ansichten aus dem dortigen Schlosspark. Bereits am Markt sind die beiden Heimatkalender für den OSL-Kreis. Und zwar der Calauer Heimatkalender, herausgegeben vom Calauer Heimatverein, sowie der „Kippensand“ aus dem Radochla-Verlag für die Senftenberger Region. Darüber hinaus präsentierte auch Spreewaldmaler Henry Krzysch seine farbenfrohen Aquarelle mit alten und neuen Motiven aus der Niederungslandschaft zwischen Cottbus und Schlepzig. Der Heimatkalender Cottbus wird kommende Woche öffentlich präsentiert.




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