Fehrow rückt näher zusammen

Neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht – zweiter Bauabschnitt zum Dorfgemeinschaftshaus startet.

In einem ersten Bauabschnitt wurde nun das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Ira Frackmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Schmogrow-Fehrow und OWF Maik Eckert bei der Schlüsselübergabe.
In einem ersten Bauabschnitt wurde nun das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Ira Frackmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Schmogrow-Fehrow und OWF Maik Eckert bei der Schlüsselübergabe. Foto: K. Möbes

Fehrow (MB). Ein neues Feuerwehrgerätehaus, ein gemeinsames Dorfgemeinschaftshaus und viel Eigeninitiative: In Fehrow entsteht derzeit ein neuer Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Im ersten Bauabschnitt wurde jetzt das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Glückwünsche überbrachten Staatssekretär Uwe Schüler aus dem Innenministerium und Landrat Martin Heusler.

Rund 120 Jahre hatte das alte Spritzenhaus gegenüber der Kirche seinen Dienst getan. Für die Anforderungen des modernen Feuerwehrdienstes war es längst nicht mehr geeignet. Nach längerer Standortsuche, Planung und der Sicherung von Fördermitteln konnte im Frühjahr 2025 – pünktlich zum 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Fehrow – mit dem Neubau auf dem Sportplatz begonnen werden. Entstanden sind eine Fahrzeughalle, ein Büro für die Wehrleitung, Lager- und Technikräume sowie getrennte Umkleiden. Im Dachgeschoss steht zusätzlicher Lagerraum zur Verfügung. Eine Laufkatze erleichtert dort den Transport schwerer Gegenstände.

Das rund eine Million Euro teure Vorhaben wird mit 333.000 Euro aus der Feuerwehrinfrastrukturrichtlinie des Innenministeriums gefördert. Den größten Teil trägt die Gemeinde Schmogrow-Fehrow, die dafür einen Kredit aufgenommen hat. Gleichzeitig wurde konsequent nach Einsparmöglichkeiten gesucht. Durch reduzierte Außenbeleuchtung, eine sparsame Ausstattung und günstige Ausschreibungsergebnisse konnten ebenso Kosten gesenkt werden wie durch Eigenleistungen von Feuerwehr, Dorfgemeinschaft und Sportverein. Insgesamt wurden rund 200.000 Euro eingespart.
Doch mit der Einweihung des Gerätehauses ist das Projekt noch lange nicht abgeschlossen. Im zweiten Bauabschnitt sollen Feuerwehr und Sportlerheim zu einem gemeinsamen Dorfgemeinschaftshaus zusammengeführt werden. Dafür erhält die Gemeinde eine LEADER-Förderung von rund 800.000 Euro.

Geplant sind unter anderem gemeinsam nutzbare Sanitärräume, eine barrierefreie Toilette, ein Jugendraum und zusätzliche Lagerflächen. Das Sportlerheim wird zudem umgebaut und sparsam saniert. Die Küche soll vergrößert, ein Schiedsrichterraum eingerichtet und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Die ersten Baulose sind bereits ausgeschrieben. „Näher zusammenrücken zu müssen, wird sicher nicht immer einfach sein“, sagt Bauverwaltungsleiter Matthias Koal. Gleichzeitig biete das gemeinsame Haus viele Chancen. Vereine könnten sich gegenseitig unterstützen und neue Verbindungen zwischen Feuerwehr und Sportverein entstehen.

Dass die Dorfgemeinschaft diese Herausforderung gemeinsam meistern wird, davon ist Amtsdirektor Tobias Hentschel überzeugt. Schon jetzt ziehen Feuerwehr, Sportverein und Einwohner an einem Strang. Ein weiteres Nebengebäude wird gemeinsam abgerissen, um Kosten zu sparen. Für die Gemeinde Schmogrow-Fehrow ist das Vorhaben das größte Bauprojekt seit Jahrzehnten. Es soll nicht nur moderne Bedingungen für Feuerwehr und Vereine schaffen, sondern Fehrow als Wohn- und Lebensort stärken. „Es ist auch eine längst verdiente Würdigung des hohen ehrenamtlichen Engagements im Dorf“, betont Matthias Koal.

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