Auftakt des Themenjahres Fzum 250. Geburtstag Fürstin Lucie Pückler.

Cottbus-Branitz (MB). Mit einem Festakt eröffnete die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) am Donnerstag, 9. April das Themenjahr „FRAUENREICH“. Anlass ist der 250. Geburtstag von Gräfin Lucie Hardenberg-Reventlow, verheiratete Fürstin Lucie Pückler-Muskau (1776-1854), die im Mittelpunkt der diesjährigen Saison in Park und Schloss Branitz steht.
Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Kultur und der Familien von Pückler und von Hardenberg wurde deutlich, welche zentrale Lucie als intellektuelle Partnerin, gesellschaftlich bedeutende Persönlichkeit und gestalterische Impulsgeberin an der Seite des berühmten Fürsten Pückler hatte. Für die hochfliegenden Ideen des Fürsten, für die privaten Parkprojekte in Muskau und Branitz war Fürstin Lucie Pückler kluge und stringente Umsetzerin, weswegen sie als „Grüne Fürstin“ in die Geschichte einging.
Elke Gräfin Pückler unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Fürstin für die Familie: „Lucie Pückler steht für unsere Familie bis heute für Haltung, Bildung und Gestaltungskraft. Es ist bewegend zu sehen, wie ihr Wirken heute von der Stiftung, den Gärtnern, Kuratoren und Unterstützern in Branitz neu gewürdigt wird.“
Zum Auftakt des Themenjahres wurden zwei Sonderausstellungen eröffnet, die das Wirken der Fürstin Pückler und der ihr nachfolgenden Gräfinnen Pückler erfahrbar machen: Im Pleasureground lädt ab sofort die Open-Air-Ausstellung „Fürstin Lucie Pückler in Branitz“ dazu ein, an fünf Stationen die frühen Entwicklungsphasen des Parks nachzuvollziehen. Sie beleuchtet die ersten Umgestaltungen des Schlossumfelds und zeigt, wie entscheidend Lucie Pücklers Erfahrung und ästhetisches Gespür für die Herausbildung des Branitzer Gartenreichs waren.
Parallel dazu eröffnet im Schloss Branitz die Ausstellung „Die Dame/n des Hauses. Eine Spurensuche“ neue Einblicke in das Leben der Fürstin. Anhand von Möbeln, Asiatika, Gemälden und persönlichen Briefen entsteht ein facettenreiches Bild – von der wissbegierigen jungen Frau bis zur souveränen Gestalterin Branitz’. Zugleich richtet die Ausstellung den Blick auf weitere Frauen der Familie Pückler, die das Schloss prägten und nun verstärkt ins öffentliche Bewusstsein treten, darunter Louise Isabelle de Constant-Rebecque, die aus der Schweiz stammte, und Gräfin Ette Pückler, die die Wirren des Zweiten Weltkriegs in Branitz erlebte.
Ein besonderer Moment war die feierliche Einweihung des wiederhergestellten Kronenbeets mit dem „Schnucke-S“ auf der Westseite des Schlosses. Das von Rosen umrankte „S“ – ein persönliches Zeichen der Fürstin – ist in ein kunstvoll gestaltetes und acht Meter großes Blumenbeet mit den Initialen des Fürstenpaares eingebettet – finanziert von der Hans-und-Charlotte-Krull-Stiftung.
Auf der Ostseite des Schlosses wurden das restaurierte Muschelbeet sowie die Korallenständer mit sogenannten Mördermuscheln enthüllt – finanziert vom Verein „Fürst Pückler in Branitz“.
Diese aufwändigen und symbolisch aufgeladenen Gestaltungselemente zeugen nach über 100 Jahren wieder von der einstigen gärtnerischen Pracht des Pleasureground, den die Fürstin Lucie Pückler ab 1846 maßgeblich mitentwickelte.
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