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Gubener Walter Bräuer hat ein Herz für Streuner

29. Juli 2016 | Von | Kategorie: Guben |

Gubener Walter Bräuer hat ein Herz für Streuner

„Mäxchen“ hat bei Walter Bräuer ein liebevolles Zuhause gefunden. Die Katze ist überaus verschmust Foto: Yvonne Simon-Redlich

Forstmann setzt sich für herrenlose Katzen ein / Populationen in der Neißestadt schwanken erheblich / Kastrieren erwünscht

Guben (ysr). Die Liebe zu Tieren begleitet den pensionierten Stellmachermeister Walter Bräuer seit frühester Kindheit. Ungefähr ebenso lange setzt sich der Gubener aktiv für die Rechte von pelzigen und gefiederten Zwei- wie Vierbeinern ein. Den beruflichen Weg des Försters ging er nicht, da er sich nicht vorstellen konnte, ein Tier zu töten. „Die Notwendigkeit habe ich schon erkannt, aber ohne zu schießen, konnte ich die Ausbildung ja nicht antreten“, lacht der Bräuer.
Bis zu zehn Junge
Der 80-Jährige erinnert sich, dass vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren die Katzenpopulationen in Guben wie auf den umliegenden Dörfern stark schwankten und schließlich immer stärker anstiegen. Kastrationen waren damals nicht die Regel, wurden aber notwendig. Unterstützend bei der tierärztlichen Versorgung und der Kastration wirkten die Tierärzte Yvonne Schwarz und Martin Pehle. „Ein weibliches Tier kann bis zu zehn Junge pro Jahr werfen. Wenn nur die Hälfte davon wieder Weibchen sind, potenziert sich die Zahl der Katzen rasant schnell.“ Das ist weder für die Tiere noch die Umwelt tragbar. So wurden die Katzen nach und nach gefangen und unfruchtbar gemacht.
Seit jeher kümmert sich Walter Bräuer gemeinsam mit Gubener Katzenfreunden wie Ilona Stein und Ingrid Krüger aufopferungsvoll um die tägliche Versorgung der Tiere.
„Bist bekloppt“
Rund 15 sind es aktuell. Streicheleinheiten sind dabei möglich, sofern die Katzen diese zulassen. Einige Gubener, das ist den Tierschützern klar, können ihr Handeln nicht nachvollziehen. „Sie sagen: Du bist doch bekloppt“, lacht der rüstige Rentner. „Aber die heimatlosen Streuner leiden, wenn sie nicht versorgt werden.“  Ihr Schicksal haben sich die Katzen zumeist nicht selbst ausgesucht. Um eine ungewollte Vermehrung und den Zuwachs an „wild lebenden Tieren“ zu verhindern, wünschen sich die engagierten Ehrenamtler eine rechtliche Auflage, die das Chippen und Kastrieren für die Tiere fordert. „Eine sinnvolle Regelung, die Tierhalter zu mehr Verantwortung aufruft.“




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