Beton-Konservierungsmaßnahmen sollen schon Ende November abgeschlossen werden:

Guben (ha). Für viele Gubener bietet das verhüllte Wilhelm-Pieck-Monument in der Klaus-Hermann-Straße einen nicht unerwünschten Anblick. Die schützenden Hüllen werden aber noch im November 2014 fallen, dann sind die Korrosionsschutz- maßnahmen am Beton sowie die Aufarbeitung der Bronzeplatten beendet. Die Rüstung für die Konservierung (keine Sanierung!) stellte das Gubener Unternehmen von Gunnar Geilich. „Es ist schön, in Guben tätig sein zu dürfen. Das Denkmal sehe ich recht leidenschafts- los. Aber ich bin dagegen, alles aus DDR-Zeiten abzureißen“, so der Unternehmer. Für das Gerüst waren besondere Anforderungen einzuhalten. „Es ist zwar kein großes Gerüst, aber eines mit einer freistehenden Konstruktion. Wir dürfen ja keine Befestigungen in den Beton bohren.“ Zwischen 30 und 40 Gerüste stehen zeitgleich in Guben und dem Umkreis von rund 80 Kilometern. Nah recht gut versorgt sind die Bewohner der Straße. „Die Reha hier im Ärztehaus ist erste Klasse“, sagt eine Passantin, die gerade per Rad die Physiotherapie von Cismone Girulatis erreicht. Eine andere Kundin will sich hier mit einer Massage verwöhnen lassen. „Wir haben hier eigentlich alles, nur eine Drogerie fehlt. Und ein guter Bäcker“, sagt sie. Schade sei es, dass die Flachbauten für Geschäfte kaum noch genutzt werden. Dann sollte man doch einen Teil abreißen, das würde ein schöneres Stadtbild geben, waren sich die Frauen einig. „Gehen Sie mal zu den Hochhäusern, da wohnt sich’s prima.“

Schreibe einen Kommentar