Ein ganzer Kreis – Mutter Erde und andere Gestalten aus 40 Jahren.

Cottbus (MB). Seit 40 Jahren widmet sich der Cottbuser Bildhauer Hans-Georg Wagner der Kunst. Anlässlich seines Berufsjubiläums präsentiert die Sparkasse Spree-Neiße in ihrer Hauptstelle am Breitscheidplatz eine umfangreiche Ausstellung seines Schaffens. Unter dem Titel „Ein ganzer Kreis – Mutter Erde und andere Gestalten aus 40 Jahren“ erhalten Besucher einen Einblick in die vielseitige Arbeit des Künstlers.
Die Ausstellung wurde am Mittwoch, 2. September, eröffnet und ist bis zum 16. Oktober während der Geschäftszeiten in der Kassenhalle und auf der Galerie im ersten Obergeschoss zu sehen.
Hans-Georg Wagner ist seiner Heimat eng verbunden und zugleich weit über die Lausitz hinaus als Bildhauer bekannt. Die Sparkasse Spree-Neiße begleitet sein künstlerisches Schaffen bereits seit vielen Jahren. Ein besonders sichtbares Zeichen dieser Verbindung ist die Skulptur „Mutter Erde“, die seit 1994 die Kundenhalle am Breitscheidplatz prägt.

„Es ist uns eine besondere Freude, das beeindruckende Schaffen des Künstlers anlässlich seines Jubiläums hier in unserer Hauptstelle präsentieren zu dürfen“, betont Ralf Braun, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße. „Hans-Georg Wagner versteht es wie kaum ein anderer, dem Holz Ausdruck und Leben zu verleihen. Mit seinem besonderen Gespür für Form und Material hat er nicht nur unsere Hauptstelle, sondern die Kunstlandschaft unserer gesamten Region bereichert.“
Zeitreise durch vier Jahrzehnte

Die Ausstellung führt durch 40 Jahre bildhauerische Arbeit. Zu sehen sind unter anderem frühe Reliefs, die bereits 1995 bei Wagners Ausstellung „Die letzten Bäume“ in der Sparkasse gezeigt wurden, sowie Arbeiten aus der Reihe „Bewegung im Menschenwald“.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Modelle und Entwürfe für Arbeiten im öffentlichen Raum. Darunter befinden sich etwa Modelle im Maßstab 1:10 für „Mutter Erde“, die Sagengruppe und das „Neuzeller Weltgericht“. Ergänzt wird die Schau durch großformatige Bronzefiguren, die in der Kassenhalle mit ihrer besonderen Wirkung aus Raum und Licht zur Geltung kommen.
Wagners Arbeiten verbinden dabei scheinbare Gegensätze: Großes trifft auf Kleines, Schweres auf Leichtes, Schroffes auf Behutsames. Figürliche Formen gehen in Landschaftliches über, Strukturen lösen sich auf und lassen Bewegung entstehen. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch mit seinen Möglichkeiten, Veränderungen und seinem Verhältnis zur Welt.
Passend zur Ausstellung erscheint zudem der fünfte Band aus Wagners Buchreihe zu seinem Gesamtwerk. Nach Zeichnungen, Möbeldesign, Reliefs und Drucken widmet sich dieser den Skulpturen und Arbeiten für den öffentlichen Raum.
Hans-Georg Wagner wurde 1962 in Havelberg geboren und lebt und arbeitet heute in Cottbus. Nach einer Ausbildung zum Tischler studierte er von 1983 bis 1986 Holzdesign an der Hochschule für Angewandte Kunst in Schneeberg. 2009 war er Teilnehmer der Aquamediale in Lübben, 2012 erhielt er den Brandenburgischen Kunstpreis für Bildhauerei der Märkischen Oderzeitung. Seine Arbeiten waren unter anderem im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus, im Museum Himmlisches Theater in Neuzelle sowie in zahlreichen weiteren Ausstellungen zu sehen.
Die Förderung von Kunst und Kultur gehört für die Sparkasse Spree-Neiße seit vielen Jahren zum gesellschaftlichen Engagement. In ihren Geschäftsräumen bietet sie regionalen Künstlern immer wieder Möglichkeiten, ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen. Zudem kauft die Sparkasse Werke heimischer Künstler an.
Mit inzwischen rund 800 Arbeiten aus Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei verfügt sie über eine der größten nichtstaatlichen Sammlungen regionaler Kunst. Die Sammlung dokumentiert dauerhaft die künstlerische Vielfalt zwischen Spree und Neiße.
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