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Industriestandort Guben soll wachsen

29. März 2019 | Von | Kategorie: Guben |

Standortkonferenz sieht Guben als Impulsgeber für Strukturwandel.

Industriestandort Guben soll wachsen

Klaus Holz / CEO der Trevira GmbH, Marcus Tolle / Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, Dr. Dietmar Woidke / Ministerpräsident Brandenburg, Dr. Klaus Freytag / Lausitzbeauftragter, Fred Mahro / Bürgermeister der Stadt Guben, René Kassmann / Managing Director der ESS Power GmbH (v.l.) und weitere Vertreter der ansässigen Firmen aus dem Industriegebiet Guben berieten die standortspezifischen Anforderungen und Chancen | Foto:Stadt Guben

Guben (MB). Auf der von der Stadt Guben ins Leben gerufenen und zwei- bis dreimal jährlich stattfindenden Standortkonferenz tauschten sich am 22. März 2019 Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Entwicklungspotentiale für das Industriegebiet
Guben Süd aus. Der Wirtschaftsstandort Guben ist einer der fünf bedeutenden Industriestandorte innerhalb der Wirtschaftsregion Lausitz. Seit dem Jahr 2000 wurde in die Modernisierung der Infrastruktur des gesamten Industriegebietes Guben Süd ein Investitionsvolumen von 29 Millionen Euro investiert. Aktuell zählen zu den drei größten Firmen im Industriegebiet die Trevira GmbH mit rund 600 Beschäftigten, die MEGAFLEX Schaumstoff GmbH mit etwa 400 Beschäftigten und ATT Polymers GmbH mit rund 60 Beschäftigten. Durch den geplanten Kohleausstieg ist ein grundlegender Strukturwandel in der Lausitz notwendig. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe vom Bund, den Ländern und der Städte und Gemeinden. Die Stadt Guben plant und realisiert seinen Beitrag zum Strukturwandel im Rahmen von kurzfristigen und langfristigen Projekten. Kurzfristig realisierbar wären zum Beispiel die Erweiterung und Modernisierung des Industriegebietes Guben Süd II mit einer neu erschlossenen Fläche von 32 ha. Zusätzlich ist die Entkoppelung des Abwassernetzes des Industriegebietes vom übrigen Stadtnetz geplant. Mittel- und langfristig realisierbar wäre die Schaffung eines Railports (Umschlagplatz Straße – Schiene und umgekehrt), Erweiterung des Industriegebietes Guben Süd III und die Erschließung des Industriegebietes Nord gemeinsam mit der Gemeinde Schenkendöbern mit einer Fläche bis zu 100 Hektar. Dies birgt ein Potential von 400 bis 500 neuen Industriearbeitsplätzen für den Wirtschaftsstandort.
Ministerpräsident Woidke betonte, dass die Stadt Guben mit ihrem Maßnahmenkonzept gute Voraussetzungen bietet um den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten. Ende April soll ein Maßnahmengesetzt durch das Bundeswirtschaftsministerium auf den Weg gebraucht werden, welches bereits erste Maßnahmen für den Ausbau des Industriegebietes beinhalten könnte, so Woidke.
Momentan liegen mindestens zwei konkrete Ansiedlungsprojekte für das Industriegebiet Guben Süd vor. Außerdem setzen die Unternehmen verstärkt auf eine Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg. Bereits Anfang April 2019 werden vertiefende Gespräche über den Ausbau der Logistik in und für das Industriegebiet im Rahmen einer Konferenz mit deutschen und polnischen Unternehmen in Guben fortgesetzt.

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