
Drei attraktive Dörfer bilden die Gemeinde Jannowitz/Hermsdorf/Lipsa
Jannowitz (trz). Viele Deutsche, so belegen es verschiedene Umfragen, sehnen sich nach einer heilen Welt. Nach einem geruhsamen Landstrich, in dem der Nachwuchs eine unbeschwerte Kindheit verleben kann, nach (halbwegs) intakter Natur, nach Ruhe und einer starken Gemeinschaft. So etwas gibt es nicht mehr? Von wegen. Die Gemeinde Hermsdorf/Lipsa/Jannowitz beweist das Gegenteil. Rund 800 Einwohner zählen die drei Orte im Herzen der Brandenburger Oberlausitz. Die allermeisten von ihnen sind bodenständige Leute, das Herz am rechten Fleck und im Vergleich zu manchen Großstädtern noch klar bei Verstand. Wie schon immer bestimmt der Kreislauf der Natur die Geschicke der Menschen. Land- und Forstwirtschaft spielen eine maßgebliche Rolle, ebenso diverse Handwerke. Man kennt sich, man versteht sich, man hilft sich.
Wo Eisvögel jagen
Jannowitz mit seinen aktuell 226 Seelen ist ein äußerst idyllisch gelegenes Dorf. Daran hat das Ruhlander Schwarzwasser, das den Ort von Süd nach Nord durchquert, maßgeblichen Anteil. Erst vor ein paar Jahren wurde der ursprüngliche Flusslauf in Richtung Arnsdorf wieder hergestellt. Das Gewässer schlängelt sich wie früher durch zahlreiche Kurven, es mäandriert, wie Fachleute sagen. Wer Glück hat, kann den bläulich schillernden Eisvogel beim Fischfang beobachten. Dann und wann kreisen auch Seeadler überm Dorf. Zu DDR-Zeiten war Jannowitz an jeweils einem Wochenende im Sommer ein sehr gefragter Ort. Denn dort fanden die großen Trödelmärkte mit Kultstatus statt, wo es durchaus Dinge gab, die sonst kaum erhältlich waren.
In Hermsdorf stechen die prächtigen Kirche mit ihrem wiederaufgebauten Türmchen, an dem der äußerst rührige örtliche Kirchbauverein maßgeblichen Anteil hat, sowie der langgestreckte Dorfteich ins Auge. Der an dessen Südufer befindliche Trog besteht bereits seit genau 160 Jahren. Er wurde anno 1857 zur Wasserversorgung des Hermsdorfer Gutes angelegt. Das Wasser aus den Wuppen, einem heute unter Naturschutz stehenden Feuchtgebiet, wurde ins Dorf transportiert und dort genutzt. Erst im Jahr 1974 erfolgte der Anschluss des Ortes an das zentrale Trinkwassernetz.
Dorf der Linden
Der dritte Ort im Bunde ist Lipsa, das mit 214 Einwohnern kleinste Dorf der Gemeinde. Manche sagen auch, das schönste. Tatsächlich besticht Lipsa, dessen Name aus dem Sorbischen kommt und so viel wie „mit Linden ausgestatteter Ort“ bedeutet, mit einer wunderschönen Teich- und Parklandschaft. In deren Mittelpunkt befindet sich das Schloss, dessen Ersterwähnung auf das Jahr 1584 zurückgeht. Lange Jahre diente es als Seniorenheim, heute steht es leer. Immerhin darf in den historischen Mauern geheiratet werden. Darauf hat sich das Amt Ruhland mit dem Eigentümer geeinigt.
Darüber hinaus hat die Gemeinde Hermsdorf/Lipsa/Jannowitz auch wirtschaftlich eine Menge zu bieten. Mehrere tüchtige Unternehmen sorgen für Lohn und Brot vor Ort. Dazu gehören beispielsweise die hier auf dieser Seite inserierenden Firmen. Sie sind genauso fest in der Gemeinde verwurzelt wie die mächtigen Eichen und Buchen im Lipsaer Schlosspark oder in der Schwarzwasser-Aue bei Jannowitz. Besuchen Sie die drei liebenswerten Dörfer einfach mal, und Sie werden feststellen: Ein wunderschönes Stück Brandenburger Oberlausitz! Garantiert!
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