Kein Tag ohne Radklau in Forst

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Bei den Forstern gut an kamen die Doppelstreifen im vergangenen Jahr Foto: M.K.

Polizei präsentiert Kriminalitätsstatistik für Forst:
Forst (mk). Bettina Groß, Leiterin der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße stellte in Forst die Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik für 2015 vor. So wurden 2515 Straftaten gezählt – die Hälfte davon Diebstahldelikte. mehr als jede zweite Straftat bleibt dabei ohne Aufklärung Vor allem die Bandenkriminalität sowie die Beschaffungskriminalität für Betäubungsmittel ist gestiegen. Sechs Revierpolizisten sind derzeit in Forst tätig. Dabei sind drei davon für Forst, zwei für Döbern und einer für Neuhausen zuständig. Auf 4000 Einwohner komme ein Revierpolizist, erklärt die Leiterin diesen Personalschlüssel. Im Grenzgebiet, resümiert sie, ist dies trotz der hinzukommenden Streifenpolizei zu wenig. Deshalb werde auch dafür gekämpft, mehr Planstellen zu schaffen. Schwerpunkte in Forst sind Einbrüche in Gärten, Fahrraddiebstähle (519) sowie die Drogenkriminalität. Im Nachbarland Polen, erklärt die Leiterin auf Nachfrage der Forster Stadtverordneten, ist Fahrraddiebstahl keineswegs immer eine Straftat. Für diese Zuordnung gibt es dort Wertgrenzen. Je nach Wert des gestohlenen Rades kann es sich so auch lediglich um eine Ordnungswidrigkeit handeln. Der Forster Revierleiter Peter Fahrenkrug betonte, dass es auch beim Präventionsrat keine schnellen Lösungen geben werde. „Der Kriminalität entgegenzuwirken ist eine langwierige Angelegenheit“, erklärt er. Bettina Groß verweist auch darauf, dass viele Beamte aufgrund des Flüchtlingsaufkommens für Bundes-Aufgaben abgestellt waren.