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Kirche gibt Fledermaus ein Haus

20. Juli 2018 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

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Die Großkmehlener Kirche schmückt nun eine Ehrenplakette da sie sich dem Schutz des Großen Mauseohrs verdient gemacht hat -eine sehr seltene Fledermaus Foto: Mirko Sattler

In Großkmehlen ist sehr seltenes Großen Mausohr zuhause.

 

Großkmehlen. Die denkmalgeschützte Sankt-Georgs-Kirche in Großkmehlen beherbergt prächtige Schätze aus vielen Jahrhunderten. Seit der Jahrtausendwende ist ein weniger sichtbarer Schatz hinzugekommen: ein Wochenstubenquartier des sehr seltenen Großen Mausohrs. Unter kirchlicher Obhut wächst und gedeiht das Quartier mit Unterstützung von ehrenamtlichen Fledermausschützern stetig.
Die Kirche hat sich die Verleihung der Ehrenplakette verdient, die seit Dienstag allen Vorbeikommenden die Botschaft vermittelt: „Wir geben der Fledermaus ein Haus“. Das Wochenstubenquartier des Großen Mausohrs in Großkmehlen ist übrigens seit 1985 bekannt und wird von Anfang an engagiert von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin im Fledermausschutz Gisela Uhl betreut. Zuerst befand sich die Wochenstube im Schloss des Ortes, bis 1998 dort eine große Rekonstruktion mit Dachumdeckung begann. Durch Trennwände geschützt, hielten die Mausohren drei Jahre trotz Baulärm und Luftzug in ihrem angestammten Quartier aus. Dann verließen sie das Schloss und siedelten unter anderem in die gegenüberliegende Kirche um. Aufmerksame Angestellte der evangelischen Kirche und Mitglieder des NABU beobachteten den Umzug der Mausohren, deren Haupthangplatz sich seitdem im Kirchturm befindet.
Aktuell hat sich der Bestand von anfangs 120 auf nunmehr rund 400 Tiere (adulte und juvenile) erhöht. Die Wochenstube hat eine sehr hohe Bedeutung für die Region, ist sie doch eines der wenigen Reproduktionszentren der Art in Südbrandenburg. Deshalb wurde die Kirche mit dem Schloss Großkmehlen als FFH-Gebiet (DE 4648-305) an die Europäische Union gemeldet.
Die optimalen Bedingungen des Kirchenbaus und die unverändert sehr gute Zusammenarbeit mit den kirchlichen Angestellten bewogen die Mitglieder des NABU dazu, einen Antrag auf Verleihung der Plakette. Urkundlich erwähnt wurde hier eine Kirche erstmals 1205.




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