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Ländliche Idylle & Unternehmerfleiß in Cantdorf

Spremberg | Von | 9. Oktober 2015

151010cantdorf

Die gute alte Zeit: Auf den Cantdorfer Spreewiesen scheint es sie tatsächlich noch zu geben. Dort wachsen die Gänse inmitten ertragreicher Wiesen heran. Einen Nachteil hat die Idylle allerdings: Im Hochwasserfall überflutet die Spree diese Flächen oft Foto: trz

Cantdorf besticht mit herrlicher Lage im Spreetal / Gewerbetreibende laden in Sprembergs Norden:
Spremberg-Cantdorf (trz). Wer von Norden nach Cantdorf einfährt, muss ins Tal hinunter. Streng genommen sogar in zwei Täler. Denn da wäre zum einen  das Tal der Spree mit seinen herrlichen, teils baumbestandenen Wiesen links und rechts des Flusses. Zum anderen schlängelt sich die Kochsa durch den Ort, bevor sie schließlich in „Mütterchen Spree“ einmündet. Kurios: Während das Spreewasser vom gelösten Eisen braun gefärbt ist, präsentiert sich das Kochsa-Nass erstaunlich klar. Und dass, obwohl die ursprüngliche Quelle nahe Roitz dem Tagebau Welzow-Süd weichen musste. Hinter der Cantdorfer Mühle, also bachaufwärts, präsentiert sich die Kochsa ziemlich naturnah. Selbst die schillernden Eisvögel sind dort zuhause.
Jubiläum steht an
Wie alt Cantdorf genau ist, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Allerdings gehörte das Dorf seit jeher zur Herrschaft Spremberg. Am 1. Januar 2016 jährt sich übrigens das Ende der Eigenständigkeit zum 70. Mal. Nach einem Beschluss vom 15. Dezember 1945 wurde der Ort zu Jahresbeginn 1946 nach Spremberg eingemeindet. Heute ist die alte Grenze längst verschwommen. Wo endet Cantdorf, wo beginnt Spremberg? Nun, Auskunft gibt ein Blick auf einen alten Stadtplan aus dem Jahr 1936. Demnach zog sich die Grenze vom Mühlteich entlang des bewaldeten Hanges entlang, um unmittelbar südlich des Schützenhauses Parma die große Nord-Süd-Straße zu überqueren. Die hieß auf Spremberger Seite Berliner Straße, in Cantdorf dagegen Kottbuser Straße. „Parma“, einst ein beliebtes Ausflugs- und Tanzlokal, wurde im Jahr 1993 abgerissen. Anschließend geht die Grenze weiter zur Spree, die auch Cantdorfs östliche Grenze bildet. Das Besondere an diesem Flecken im Spremberger Norden ist die reliefbewegte Landschaft. Mancherorts fühlt man sich sogar an den Thüringer Wald erinnert. Dazu kommt das reichlich vorhandene Wasser. Ebenso prägen saftige Wiesen und fruchtbare Felder die Cantdorfer Fluren. Kein Wunder, dass es im Ort noch einige Bauern gibt. Beispielsweise Gisbert Schur. Der 49-Jährige, der seinen Hof im Spinnereiweg hat, baut im Nebenerwerb Getreide, Kartoffeln und weitere Früchte an. Darüber hinaus verfügt der gebürtige Groß Bucksche über eine Mutterkuhherde. An den Wochenenden verkauft Gisbert Schur seine Produkte, derzeit natürlich originale Cantdorfer Kartoffeln. „Wegen der Hitze etwas kleiner als sonst, aber dennoch sehr schmackhaft“, weiß der Landwirt, der hauptberuflich als Elektromonteur sein Geld verdient.
Unternehmervielfalt
Darüber hinaus gibt es in Cantdorf eine ganze Anzahl weiterer Unternehmer. Egal, ob bei Fleischer Lehnigk, im Blumenhaus Niere oder bei der Friseur Elegant GmbH: Kunden werden zügig bedient und mit Produkten von hier versorgt. Geländer für jeden Geschmack gibt’s im Hagal-Markt. Die CON-TAX-GmbH gilt als professionelles Fuhrunternehmen in der Region, egal ob für Container-Dienstleistungen oder im Taxigeschäft. Und wer ein eigenes Fahrzeug benötigt, schaut beim Autohaus Schulz vorbei. Das Unternehmen ist nicht zu verfehlen, befindet es sich doch direkt am Ortseingang aus Richtung Cottbus.



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