
Nach 25 Jahren werden die Fackeln am Reliktepark wieder entzündet:
Lauchhammer (misa). 25 Jahre lang hat das einst 45 Meter hohe Sinnbild der Stadt Lauchhammer kein Feuer mehr gesehen. Die unter einer speziellen Atmosphäre aus Stickstoff und Dampf gestandene Sicherheitseinrichtung sprang an, wenn der Gasdruck in der Produktion zu hoch wurde. Fachleute konnten so von Weitem sehen, wie es um die Kokerei bestellt war. Maximal verbrannten die vier Fackeln 100 000 Kubikmeter Rohgas. Später verbrannte eine Flamme permanent energetisch nicht verwertbares Entspannungsgas. In Zusammenarbeit mit dem einstigen Leiter der Gassammelschiene Lauchhammer, Joachim Müller, und der heutigen Ontras Gastransport Lauchhammer GmbH brachten die Mitglieder des Traditionsvereines die Fackeln wieder zum Glühen. Ein Anschluss an das Erdgasnetz wäre mit erheblichen Schwierigkeiten und Kosten verbunden gewesen. „Wir montierten einfach moderne Raumheizer in die Fackeln mit je einer Elf-Kilo-Propangasflasche“, so Dr. Konrad Wilhelm, vom Vorstand des Traditionsvereins. Die damit um einiges kleineren Fackeln kamen so mit Einbruch der Dunkelheit richtig zur Geltung. In Verbindung mit dem roten Stern, ein Zeichen der Planerfüllung und der Werkuhr, die einst am Haupttor der Kokerei stand, fügen sich die Fackeln in das Ensemble aus Bergbaurelikten. In diesem Jahr soll ein 110-KV-Leistungsschalter in Betrieb gehen. Für den aus dem Tagebau Reichwalde stammenden Stromschalter werden derzeit Fundamente und Steuerungsleitung verlegt. 2016 wird der Dieselgleisrückers umgesiedelt.







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