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Lipödem-Zentrum in der Lausitz Klinik Forst nimmt Arbeit auf

Forst & Döbern | Von | 14. Oktober 2022

Team vor der Klinik

Am Freitag, 14.10.2022, eröffneten die Leitende Oberärztin Dr. med. Jana Reinwart, der Chefarzt Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie; Priv.-Doz. Dr. med. Mojtaba Ghods sowie der Geschäftsführer der Lausitz Klinik Forst Hans-Ulrich Schmidt Michaela Scharp, Pflegedienstleitung das neue Lipödem-Zentrum. Foto: Lausitz Klinik Forst

Forst (MB). Die Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der Lausitz Klinik Forst unter der Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Ghods eröffnet am Freitag, 14. Oktober 2022,  das Lipödem-Zentrum, um künftig neben Potsdam und Bad Belzig auch an diesem Standort Lipödempatientinnen operativ zu behandeln. Das Zentrum soll die medizinische Versorgung im Landkreis Spree-Neiße bereichern. Hier finden betroffene Patientinnen, die unter einer schmerzhaften Fettverteilungsstörung leiden, schnelle Hilfe und können in Forst operativ behandelt werden.

Die Behandlung von schmerzhaften Fettverteilungsstörungen, dem sogenannten Lipödem, ist ein Schwerpunkt der Ernst von Bergmann Gruppe, der seit Oktober 2022 auch am Klinikstandort Forst angeboten wird. Mit der Eröffnung des Lipödem-Zentrums kommt die Geschäftsführung der hohen Nachfrage dieser speziellen Behandlung nach. Für betroffene Patientinnen gibt es damit auch wohnortnah in Forst eine Behandlungsmöglichkeit und schnelle Termine. „Durch die Eröffnung des Lipödem-Zentrums erweitern wir erneut unser Leistungsangebot und bringen das Wissen und die Qualität in Bezug auf die Behandlung des Lipödems in den Landkreis Spree-Neiße“, erklärt Hans-Ulrich Schmidt, Geschäftsführer der Lausitz Klinik Forst.

Beim Lipödem handelt es sich um eine schmerzhafte, symmetrische Fettverteilungsstörung, die hauptsächlich die Beine betrifft. Von dieser Erkrankung sind fast ausschließlich Frauen betroffen – wobei erste Symptome meistens in Phasen der hormonellen Veränderung, wie beispielsweise der Pubertät, der Schwangerschaft oder der Menopause auftreten.

„Schätzungsweise circa 10 Prozent der weiblichen Gesamtbevölkerung leidet unter dem Krankheitsbild Lipödem“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Mojtaba Ghods, Chefarzt der Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der Lausitz Klinik Forst.

Aktuell gibt es zur Behandlung des Lipödems zwei Arten der Therapie: zum einen die konservative Therapie – bestehend aus Lymphdrainage, Kompression und Bewegungstherapie. Diese zielt auf eine Minderung der Beschwerden ab und muss in der Regel lebenslang angewandt werden. Die zweite Art der Therapie ist der operative Eingriff: „Bei der sogenannten Liposuktion handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem das krankheitsbedingt vermehrte Fettgewebe entfernt wird. Um einen langfristigen Erfolg erzielen zu können, müssen die Betroffenen meist mehrmals operiert werden“, fügt Priv.-Doz. Dr. Ghods hinzu.

Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Ghods hat an der humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam als weltweit erster Wissenschaftler erfolgreich seine Habilitation über die Erforschung der Erkrankung „Lipödem“ abgeschlossen. Ghods gilt als international renommierter Experte des Lipödems und ist maßgeblich an der Weiterentwicklung der der Liposuktion zur Behandlung des Lipödems beteiligt. Er koordiniert unter anderem die Arbeitsgemeinschaft „Lipödem“ des Berufsverbandes der Plastischen Chirurgie (DGPRÄC) und vertritt diese bei der derzeit in Überarbeitung befindlichen S2k-Leitlinie Lipödem. Auch zukünftig wird sich Priv.-Doz. Dr. Ghods gemeinsam mit seinem Team intensiv mit Diagnostik und Therapie des Lipödems beschäftigen: Für ein Projekt zur Erforschung der Magnet-Resonanz-Tomographie als potenzielles Instrument zur Diagnosesicherung konnten kürzlich Forschungsmittel von der „Lipedema Foundation“ in Höhe von 220.000 Dollar eingeworben werden. Weiterhin wurde die Abteilung unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Ghods als eines von 14 Zentren für die Durchführung der durch den „Gemeinsamen Bundesausschuss“ (G-BA) in Auftrag gegebenen Studie „LIPLEG“ ausgewählt. In der Studie werden die konservativen Therapieansätze des Lipödems mit operativen Eingriffen verglichen, mit dem Ziel, die Evidenz und Effektivität der operativen Verfahren wissenschaftlich zu untersuchen.

„Durch die Eröffnung des Lipödem-Zentrums wird den Patientinnen vor Ort in Forst die chirurgische Lipödembehandlung aus einer Hand geboten.“ freut sich Hans-Ulrich Schmidt.

Patientinnen können sich für eine Erstberatung unter der Telefonnummer 03562 985-440 anmelden.

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