Neues MRT stärkt medizinische Versorgung in Forst

34 Tonnen schwerer Spezialcontainer erweitert die diagnostischen Möglichkeiten der Lausitz Klinik erheblich – Patienten profitieren.

Zentimetergenau stellt der Schwerlasttransporter den 30 Tonnen schweren Container ab. Der Standort liegt dicht bei der Radiologischen Abteilung.
Zentimetergenau stellt der Schwerlasttransporter den 30 Tonnen schweren Container ab. Der Standort liegt dicht bei der Radiologischen Abteilung. Foto: Lausitz Klinik Forst/Renate Kulick-Aldag

Forst (MB). Eine tonnenschwere Lieferung sorgte am Mittwoch, 21. Oktober, an der Lausitz Klinik Forst für Aufsehen. Ein rund 13 Meter langer und vier Meter breiter Spezialcontainer mit einem kompletten Magnetresonanztomographen (MRT) wurde angeliefert. Mit der neuen Technik erweitert das Krankenhaus seine diagnostischen Möglichkeiten erheblich. Patienten aus Forst und Umgebung bleiben damit künftig häufig weite Wege zu Untersuchungen nach Cottbus, Spremberg oder Eisenhüttenstadt erspart.

Die Anlieferung des 34 Tonnen schweren Containers erwies sich allerdings als logistische Herausforderung. Damit die hochempfindliche Medizintechnik sicher aufgestellt werden konnte, musste zunächst ein vollkommen ebener und tragfähiger Untergrund geschaffen werden. Auch die Zufahrt zum Krankenhaus erforderte umfangreiche Vorbereitungen. Büsche und Bäume wurden zurückgeschnitten und Engstellen verbreitert.

Trotz sorgfältiger Planung scheiterte der erste Transportversuch an einer Hausecke und einer alten Eiche, die den Weg um wenige Zentimeter versperrten. Dank der schnellen und unkomplizierten Hilfe Forster Unternehmen konnte das Hindernis schließlich überwunden werden. Findlinge wurden versetzt, Rasenflächen ausgekoffert und mit Schotter befestigt. Zusätzlich verlegte Stahlplatten verteilten das Gewicht des mehr als 60 Tonnen schweren Transportfahrzeugs. Statt der ursprünglich vorgesehenen vier Stunden dauerte die Aufstellung schließlich bis in die Abendstunden.

Deutliche Verbesserung für Patienten

Der Chefarzt der Radiologie in den Krankenhäusern Forst und Guben, Mathias Böttcher, mit drei medizinisch-technischen Radiologie-Assistentinnen aus seinem Team.
Der Chefarzt der Radiologie in den Krankenhäusern Forst und Guben, Mathias Böttcher, mit drei medizinisch-technischen Radiologie-Assistentinnen aus seinem Team. Foto: Lausitz Klinik Forst/Renate Kulick-Aldag

Für die Lausitz Klinik ist die Investition ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Standortes. „Die Beschaffung des MRT ist ein klares Signal des Verbundes Diakonissenhaus Teltow an den Standort Forst und die Region. Mit innovativer Technik sichern wir Leistungsfähigkeit für eine komplexe Versorgung“, betont Geschäftsführer Andreas Mogwitz.
Auch Mathias Böttcher, neuer Chefarzt der Radiologie der Krankenhäuser in Guben und Forst, sieht große Vorteile. Besonders bei Untersuchungen von Wirbelsäule, Kopf und Gelenken werde die neue Technik die medizinischen Möglichkeiten verbessern. „Das große Plus ist die ständige Verfügbarkeit des MRT. Damit erweitern wir die diagnostischen Möglichkeiten schon rein zahlenmäßig um ein Vielfaches“, erklärt der Chefarzt.

Die Magnetresonanztomographie ermöglicht detaillierte Einblicke in das Körperinnere, insbesondere in Weichteile, Organe, Gelenke und Bänder. Anders als beim Röntgen arbeitet das Verfahren ohne ionisierende Strahlung. Es spielt unter anderem bei der Untersuchung von Gehirn, Wirbelsäule und Gelenken eine wichtige Rolle.
Bevor die ersten Patienten untersucht werden können, müssen noch die elektrischen Anschlüsse sowie die Netzwerk- und Datenübertragungssysteme eingerichtet werden. Mit der Inbetriebnahme erhält die Lausitz Klinik eine wertvolle Erweiterung ihrer medizinischen Ausstattung und stärkt zugleich die wohnortnahe Gesundheitsversorgung in der Region.

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