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Nicht das Problem, sondern Teil der Lösung

Region, Top-Themen | Von | 16. April 2021

Olaf Schöpe bei rbb Spezial: Gastronomen des Landes wollen Konzepte statt Verbote / Wenig Beifall für „Bundesbremsgesetz“ / SPN-Kreis verbietet Versammlungen einschließlich Autokorsos.

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Autokorso des Unmuts letzten Sonntag in Kolkwitz mit Fahnen, Hupen, Lichthupen und Texten wie: „Freiheit ist nicht umsonst“, „Kein Impfzwang!“ oder „Es sind nicht die Tyrannen, die Tyrannei schaffen. Dein Gehorsam ist es.“ Solche Aktionen sind in SPN seit Mittwoch verboten. Foto: J. Heinrich

Region(MB) Während im Bundestag ein „rechtssicherer Rahmen“ für das Durchregieren gegen ein „Rosinenpicken“ in den Ländern gesucht wird, wächst in der südbrandenburgischen Unternehmerschaft der Unmut über das Regierungsversagen. Das wurde diese Woche auch in einem rbb-Spezial deutlich, in dem neben FDP-Vize Wolfgang Kubicki und Berlins Regierendem Michael Müller (SPD) auch der Präsident des Brandenburgischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Olaf Schöpe aus Cottbus/Peitz, zu Wort kam. „Diese verworrene Lage macht den Gastronomen und Händlern schwer zu schaffen“, klagt Schöpe, der die Branche im Verlauf eines Jahres in sieben Monaten zum Nichtstun verurteilt sah. Jetzt droht mit aufsteigender Sonne die Gefahr einer Picknick-Saison, während kreativen Unternehmen mit ihren sicheren Konzepten die Hände gebunden bleiben. „Wir sind nicht das Problem in dieser Pandemie, wir wollen und können Teil der Lösung sein“, argumentiert der Repräsentant eines Verbandes mit 6 000 Betrieben, die normalerweise mit 28 000 Beschäftigten jährlich eine Milliarde Euro Umsatz schaffen.
Statt rechtlich höchst fraglicher Ausgehverbote erwarten die Gastronomen jetzt Freiheit für Außengastronomie. Die Bedenken der rbb-Talkrunde, dass von den Terrassen kein Gastwirt leben könne, bestätigt Schöpe: „Aber wir müssen beginnen! Die Menschen brauchen diese Orte und wir brauchen die Menschen. Mit entsprechenden Erkenntnissen wird es schrittweise weitergehen, mit zuverlässigen Hygienemaßnahmen auch hinein in die Lokale.“ Müller aus Berlin sieht bei Öffnungen von Gastronomie und notwendigerweise dann auch Handel, Kultur und Sport das Problem der Massenbewegung. Dazu Kubicki als Anwalt und Impfbefürworter: „Menschen, von denen keine Gefahr ausgeht, dürfen nicht mit Maßnahmen belegt werden. Das kommende Gesetz kippt vielleicht schneller, als es beschlossen wird.“ Das allerdings nur, bei zügigem Durchimpfen, wogegen wiederum u.a. die Lausitzer Autokorsos anrollen. Letzten Sonntag waren sie auch in Cottbus und Spree-Neiße unterwegs. SPN hatte Anfang der Woche mit über 200 die höchste Inzidenz im Land. Versammlungen und Korsos sind hier seit Mittwoch verboten.

Bundesbremsgesetz

Dehoga-Präsident Olaf Schöpe, Gastronom in Peitz Foto: hnr.

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