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Öko-Wasser aus dem Tagebau Welzow-Süd - Märkischer Bote Öko-Wasser aus dem Tagebau Welzow-Süd Öko-Wasser aus dem Tagebau Welzow-SüdMärkischer Bote
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Öko-Wasser aus dem Tagebau Welzow-Süd

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Öko-Wasser aus dem Tagebau Welzow-Süd

3. November 2014 | Von | Kategorie: Region |

Öko-Wasser aus dem Tagebau Welzow-Süd

Blick in die neue Vorstufe der Behandlungsanlage: Mechanisch wird das CO2 aus dem sehr eisenhaltige Wasser „ausgetrieben“, so dass in der nächsten Stufe weniger Kalk eingesetzt werden muss. Besonders ist auch, dass die Anlage aus zwei gleichwertigen „Straßen“ besteht

Weiterentwickelte Technologie spart Kalkeinsatz Vattenfall investiert 20 Millionen Euro
Region (ha). Es ist die siebente Behandlungsanlage für das Grubenwasser, das in den Lausitzer Tagebauen aus den Tiefen gepumpt wird, damit sich die Tagebaugroßgeräte zur  Braunkohle graben können. Für die ansteigenden Wassermengen am Tagebau Welzow hat Vattenfall 20 Millionen Euro in die hochmoderne Anlage investiert. Errichtet wurde sie auf ehemaligem Tagebaugelände nahe der Ortschaft Papproth. Die geschüttete Fläche von rund 3,5 Hektar wurde in eine Tiefe von bis zu 60 Meter verdichtet, um die Behandlungsanlage darauf errichten zu können.
Eisen und Säure
„Ich ergänze die wendische Sage, wonach der Teufel die Kohle in die Erde legte. Er tat eine Prise Eisen dazu“, begründete Uwe Grosser, Vattenfall-Bergbauvorstand, den Bau der Anlage auf anschauliche Weise. Das Zuviel an Eisen wird mit der neuen Anlage deutlich effektiver als bisher ausgeflockt. Obwohl die Anlage eher zu den kleineren Behandlungsanlagen im Lausitzer Revier gehört, werden hier bis zu 15 Millionen Kubikmeter saures Grubenwasser pro Jahr neutralisiert und bis zu 1 400 Tonnen Eisen zurückgehalten. Am 23 Kilometer langen Rohrnetz wird das gereinigte Wasser als ökologisches Ausgleichwasser in die Feuchtgebiete und Fließgewässer im nördlichen Tagebauumfeld geleitet: in das Hühnerwasser, den Döbberner Graben, das Steinitzer Wasser und in das Petershainer Fließ.
Die Ingenieure haben die Anlage so konstruiert, dass zwei baugleiche Klärstrecken parallel genutzt werden können, jede für bis zu 15 Kubikmeter Wasser pro Minute.
„Diese Anlage ist ein Zeichen dafür, dass Vattenfall nicht nur die Kohle herausholt, sondern sich auch um die Folgen der Tagebaue kümmert“, lobte die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier. Wirtschaftsminister Ralf Christophers sieht in der Anlage eine weitere umgesetzte Maßnahme für die kurz- und mittelfristige Lösung des Eisenocker-Problems. Aber es bleibe noch sehr viel zu tun, es sei eine Jahrhundertaufgabe. Er will nach der Regierungsbildung Sachsens mit dem Freistaat die Verantwortung für weitere Maßnahmen einfordern. Die Grubenwasserbehandlungsanlage „Am Weinberg“ entlastet ab sofort die Anlage Schwarze Pumpe bei der Aufbereitung des Kippenwassers. Am Standort Schwarze Pumpe werden so Kapazitäten frei, mit denen Vattenfall die LMBV ab 2015 bei der Behandlung von jährlich drei Millionen Kubikmeter eisenhaltigem Grundwasser aus Altbergbaubereichen unterstützt.




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