Ost-Feeling auf dem DEKRA-Lausitzring

„Eens zu Fuffzsch am Ring“ begeistert Fans ostdeutscher Fahrzeugkultur.

Ost-Feeling auf dem DEKRA-Lausitzring
Ost-Feeling vor Rennstrecken-Kulisse: Beim Event „Eens zu Fuffzsch am Ring“ verwandelte sich der DEKRA-Lausitzring in einen Treffpunkt für Zweitakt-Fans, Schrauber und Liebhaber ostdeutscher Fahrzeugklassiker. Foto: Jennifer Hnyk

Klettwitz (MB). Am 6. Juni 2026 wurde der DEKRA-Lausitzring zum 3. Mal Treffpunkt für Fans ostdeutscher Fahrzeugkultur. Unter dem Motto „Eens zu Fuffzsch am Ring“ kamen Liebhaber, Sammler, Schrauber und Motorsportfans zusammen, um Zweitakt-Sound, Rennstreckenatmosphäre und liebevoll erhaltene Klassiker zu erleben.

Der Ursprung der Veranstaltung liegt in einer gemeinsamen Wanderung im Jahr 2019, bei der unter Freunden die Idee entstand, selbst bei einem Trabant-Langstreckenrennen im tschechischen Most an den Start zu gehen. Nachdem dieses Rennen später nicht fortgeführt wurde, starteten im Jahr 2024 die Freunde ein eigenes Format auf dem DEKRA-Lausitzring. Im Mittelpunkt standen auch in diesem Jahr die „660 Minuten vom Lausitzring“ – ein Langstreckentest für mindestens 36 Jahre alte Technik.

Mit der Startnummer 20 auf der Strecke: Das Siegerfahrzeug des BW Racing Teams aus Braunichswalde beim 11-Stunden-Trabant-Langstreckentest auf dem DEKRA-Lausitzring.
Mit der Startnummer 20 auf der Strecke: Das Siegerfahrzeug des BW Racing Teams aus Braunichswalde beim 11-Stunden-Trabant-Langstreckentest auf dem DEKRA-Lausitzring. Foto: Jennifer Hnyk

53 Trabanten gingen an den Start und stellten über elf Stunden Ausdauer, Zuverlässigkeit und Teamgeist unter Beweis. Fast kein Fahrzeug absolvierte die Distanz ohne Reparaturen. Motoren wurden gewechselt, Radlager erneuert, Lichtmaschinen getauscht und Zündkerzen ersetzt. Am Ende wurden die drei Fahrzeuge mit den meistgefahrenen Runden prämiert. Den Sieg holte die Startnummer 20 vom Team BW-Racing aus Braunichswalde mit 270 Runden. Platz zwei ging mit ebenfalls 270 Runden an die Startnummer 11 vom Team Bumb’n Run aus Mittweida. Dritter wurde die Startnummer 7 vom Team Trabantwelt aus Zwickau mit 269 Runden. Auch internationale Teams aus der Schweiz und Ungarn waren am Start und sorgten für zusätzliche Vielfalt.

Parallel dazu verwandelte sich das Infield des Lausitzrings in eine Bühne ostdeutscher Mobilitätsgeschichte. 380 Ausstellerfahrzeuge waren zu sehen, darunter Trabant, Wartburg, Barkas, Simson-Mopeds und MZ-Motorräder. Ob originalgetreu restauriert, gepflegt erhalten oder individuell umgebaut – die Vielfalt zeigte, wie lebendig diese Szene bis heute ist. Insgesamt kamen rund 3.500 Besucherinnen und Besucher zum Event, damit verdoppelte sich die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr.
Auch abseits der Rennstrecke sorgten Simson-Sprintrennen, ein Leistungsprüfstand für Zweiräder, Fahrzeugprämierungen, Kinderangebote und Catering für Abwechslung und echte Fami-
lienatmosphäre.

Mit der Mischung aus Motorsport, Nostalgie und Gemeinschaft machte das Event ostdeutsche Fahrzeugkultur hautnah erlebbar. Die Vorbereitungen für 2027 laufen bereits. Informationen gibt es unter www.keenepinkemotorsport.de sowie auf den Social-Media-Kanälen des Veranstalters.

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