Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Per Drohne ins Labor - Naëmi-Wilke-Stift in Guben startet Testphase - Märkischer Bote Per Drohne ins Labor - Naëmi-Wilke-Stift in Guben startet Testphase Per Drohne ins Labor - Naëmi-Wilke-Stift in Guben startet TestphaseMärkischer Bote
Montag, 20. Mai 2024 - 17:44 Uhr | Anmelden
  • Facebook SeiteTwitter Seite

header-logo

 
Partly cloudy
24°C
 
das epaper der lausitzer heimatzeitung
Anzeigen

Per Drohne ins Labor – Naëmi-Wilke-Stift in Guben startet Testphase

Guben | Von | 22. Februar 2023

Drohne

30 medizinische Proben kann die Drohne transportieren. Eine Testphase zum Transport von Guben nach Cottbus geht nun an den Start. Foto: Phoenix Wings

Guben (MB). Per Drohne könnten zukünftig medizinische Laborproben vom Naëmi-Wilke-Stift in Guben zum MVZ Gemeinschaftslabor nach Cottbus fliegen. Die Fördermittel für das Projekt „Labfly“ stehen bereit. Jetzt werden die Flugrouten sondiert.
Bis die erste Drohne im täglichen Regelbetrieb mit medizinischen Proben an Bord startet, wird noch etwas Wasser die Neiße hinunterfließen. Die Drohnen müssen von Guben eine Strecke von mehr als 40 Kilometern absolvieren und dabei auch bewohnte Gebiete überfliegt. Auf Kurzstrecken hat sich die Drohne als Transportmittel bereits bewährt, auf langer Strecke muss sich jetzt zeigen, was möglich ist. Das Projekt „Labfly“ gilt daher als Blaupause auch für andere Krankenhäuser der Region und wird vom Bundesministerium für Verkehr und Digitales zu 75 Prozent gefördert. Je 50.000 Euro übernehmen das Naëmi-Wilke-Stift sowie die beiden weiteren Projektpartner Titus Research GmbH und der Drohnen-Hersteller Phoenix Wings.
Das Fluggerät mit einer Spannweite von fast drei Metern kann rund 30 Proben transportieren. Es fliegt in einer Höhe von 100 Metern und wird dabei von einer Bodenstation sowie einem Piloten überwacht und kontrolliert. Die Drohne sendet ihre Position und vergleicht die Daten mit der geplanten Route. Drei mögliche Routen sind momentan in der Prüfung, denn es gilt einiges zu beachten, so sind zum Beispiel Flugplätze tabu und das Kraftwerk Jänschwalde muss umflogen werden.
Hinzu kommt: Wer in Deutschland eine Drohne fliegen möchte, die mehr als 250 Gramm wiegt, benötig einen Drohnen-Führerschein. Und Flüge außerhalb des Sichtbereichs bedürfen der Betriebserlaubnis des Luftfahrtbundesamtes. „Ein enorm hoher bürokratischer Aufwand ist notwendig“, weiß Beate-Victoria Ermisch, die das Drohnen-Projekt des Naëmi-Wilke-Stiftes betreut. Sie peilt als Termin für den regulären Start das Jahr 2025 an.

Für das Naëmi-Wilke-Stift ist das Projekt wichtig, um die medizinische Versorgung auch in Zukunft abzusichern. Die Labortechnik wird immer spezieller und teurer, deshalb werden schon heute die meisten Proben im MVZ-Gemeinschaftslabor in Cottbus untersucht. Um sie dorthin zu bringen, fährt zweimal pro Tag ein Kurier mit dem Auto nach Cottbus. In Notfällen muss zusätzlich ein Bereitschaftsfahrer des Stiftes die Fahrt übernehmen. „Eine Drohne ist nicht nur schneller, sondern kann auch bei Glatteis fliegen und steht nie im Stau“, erklärt Beate-Victoria Ermisch.

Ein Hinweis noch für alle, die sich Sorgen um die Sicherheit machen. Die medizinischen Proben sind so verpackt, dass sie einen Absturz unbeschadet überstehen. Außerdem ist die Drohne mit einem Fallschirm ausgestattet, der für eine sanfte Landung sorgen würde.

Weitere Beiträge aus Guben und Umgebung finden Sie hier!

 

 

 



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: