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Produkte der Region: Start in die Spargelsaison 2019

18. April 2019 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

Leckeres zu Ostern gibt’s vor Ort / Produkte regionaler Erzeuger sind gefragt.

Produkte der Region: Start in die Spargelsaison 2019

Yvonne Lüdemann, Frischeexpertin und Jan Radke, Inhaber des REWE-Marktes in Senftenberg und Lübbenau stechen unter fachkundiger Anleitung von Eckhard Kuhl, Geschäftsführer der Spargelbau GmbH Sallgast (links) eigenhändig den ersten frischen Spargel des Tages | Fotos: cga-Archiv

Region. Die Fastenzeit ist vorbei, vielleicht genießen auch deshalb viele Lausitzer gerade in der Osterzeit die Spezialitäten und das gemeinsame Festmahl mit der Familie und den Freunden ganz besonders. Zugegeben, jeder mag etwas anders, der eine Rinderzunge, der andere Fisch, wieder andere Lamm – aber bei der Frage nach der Gemüsebeilage herrscht fast Einmütigkeit: schließlich leben wir ja in einer der angesagtesten Spargelregionen. Spargel braucht für sein Gedeihen Sandboden, und den gibt es in der Lausitz bekanntlich reichlich. Zudem gilt die Region als eine der sonnenscheinreichsten Gegenden Deutschlands – und das mag die Spargelpflanze. Auch das übrige Brandenburg ist für seine Spargelproduktion bundesweit bekannt. Es ist nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen der drittgrößte Produzent der weißen Edelstangen. Knapp 3000 Hektar sind laut dem Statistischen Bundesamt zwischen Elbe und Oder mit Spargel bestückt. Neben den klassischen Feldern um Beelitz sowie im Oderbruch gehört auch die Niederlausitz zu den bevorzugten Anbaugebieten. Zum Vergleich Sachsen bringt es auf eine Spargelfläche von lediglich 250 Hektar. Der handelsübliche Gemüsespargel ist lediglich eine von weit über 200 Arten aus der Gattung Spargel.

Produkte der Region: Start in die Spargelsaison 2019

Einige Arbeitsgänge beim Spargelanbau werden durch maschinelle Hilfe erleichtert – das Stechen ist nach wie vor Handarbeit. Hier sind Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefragt

Der erste Spargel
Darauf haben nicht nur viele Lausitzer lange gewartet: der erste frische Spargel ist seit ein paar Tagen im Handel und in den Gaststätten erhältlich. Im vergangenen Jahr 2018 haben Brandenburger Landwirte 23 200 Tonnen Spargel geerntet. Dies sei so viel wie nie zuvor, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Doch das Überangebot und die fehlenden Erntehelfer machten es den Produzenten wirtschaftlich gesehen nicht einfach.
Der Spargel ist beliebt, er liefert jede Menge Vitamine, viel Kalium, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Und vor allem: Spargel ist das erste frische Freiland-Gemüse nach dem Winter aus der Region.
Aber was macht denn nun den besonderen Reiz des ersten Spargels aus? „Neben der Frische spielt sicherlich die lange Vorfreude auf den ersten Spargel der Saison eine große Rolle. Viele Kunden kommen immer wieder, manche kennen sich, tauschen Neuigkeiten oder Rezeptvorschläge aus.“, erfahre ich an einem der Spargelstände. Qualitativ hochwertiger Spargel ist an den geschlossenen Köpfen und am unverwechselbaren Geräusch, wenn zwei Stangen gegeneinander gerieben werden, erkennbar. Dieser schmeckt in der Regel nicht bitter, sondern präsentiert ein ganz besonderes Aroma.

Produkte der Region: Start in die Spargelsaison 2019

Leckeres Fleisch, einige Stangen frischer Spargel, ein paar Kartoffeln und ein wenig zerlaufene Butter, dazu noch ein Glas Wein – alles von regionalen Erzeugern: was für ein tolles Ostermenü

Der echte Genuss
Spargel sollte nicht später als ein bis zwei Tage nach der Ernte zubereitet und niemals zu lange gekocht werden. Spargel schmeckt frisch natürlich am besten. Aber in ein feuchtes Küchentuch gewickelt hält er sich im Gemüsefach des Kühlschranks erfahrungsgemäß auch mal zwei bis drei Tage. Soll er länger aufbewahrt werden, dann hilft nur eines: Einfrieren. Hierfür den Spargel waschen, schälen und am besten portionsweise roh einfrieren. Noch besser ist es, die Beutel zu vakuumieren. So bleibt der Spargel ohne Aromaverlust weitere sechs Monate frisch und knackig. Zur Zubereitung die gefrorenen Stangen einfach ins kochende Salzwasser geben und etwas mehr Kochzeit als gewöhnlich einplanen. Leichtes Dämpfen für fünf bis 15 Minuten, je nach Dicke der Stangen, genügt bereits, damit Spargel seine Wirkung voll entfalten kann.
Es gibt aber auch Spargelfans, die ihn anders zubereiten, zum Beispiel braten, im Ofen garen – oder einfach roh genießen, etwa mariniert im Salat.
Und noch ein Tipp wurde mir ab Spargelstand mitgegeben: Spargel sollte mit einem Messer immer von oben nach unten geschält werden. Dabei unbedingt den Kopf unbedingt aussparen! Am besten eigenen sich dafür spezielle, leicht zu handhabende Spargelschäler. Der ist im Fachhandel erhältlich oder wie selbst erlebt direkt am Spargelstand – und oftmals bekommt man einen Rezepttipp gleich noch mit dazu. Grüner Spargel muss übrigens nicht geschält werden.
Es genügt meist, die letzten drei bis fünf Zentimeter abzuschneiden, die sind oft holzig.

So, und nun genießen – immer daran denken: das Genuss-Zeitfenster für den frischen Spargel schließt spätestens am 24. Juni 2019, dem sogenannten „Spargelsilvester“, damit der Spargel noch ausreichend Zeit hat, durchzuwachsen und bis zum ersten Frost einen grünen Busch zu bilden.

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