
Spreewalddorf siegt im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erneut
Raddusch (mk). Der Vetschauer Ortsteil Raddusch kann auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückschauen. So ist das gelungene Brandenburger Dorf- und Erntefest immer noch in aller Munde.
Am 7. Dezember kam praktisch als verspätetes Nikolausgeschenk der Siegertitel beim Kreiswettbewerb (OSL) „Unser Dorf hat Zukunft“ hinzu. Von geschenkt kann aber keine Rede sein, erklärte die Jury. In Raddusch werde das Dorfentwicklungskonzept kontinuierlich umgesetzt und zielstrebig weiterentwickelt. Dabei werden alle Vereine und die Einwohner in die Zukunftsplanung einbezogen, die Radduscher bringen sich gern und aktiv in die Umsetzung der gesteckten Ziele ein. Das Dorf verfügt zudem über einige Alleinstellungsmerkmale: So gibt es eine sorbisch-deutsche Kita, in der der Kita-Alltag zweisprachig gelebt wird. Als „Spreewalddorf“ mit Naturhafen hat sich Raddusch der planmäßigen und kontinuierlichen Entwicklung des sanften Tourismus verschrieben. Mittlerweile gibt es mehrere Naturlehrpfade rund um Raddusch. Zuletzt kam 2017 der „Libellenpfad“ neu hinzu. In der „Alten Backstube“ mit Kunstscheune, die am 1. Juli 2017 eröffnete, stellen mit der Region verwurzelte Künstler ihre Werke aus. Um noch mehr Gäste begrüßen zu können, werden zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen.
Im Dorf gibt es eine Alpaka-Finka, die auch für die jüngeren Radduscher ein beliebtes Ausflugsziel darstellt. Nichts geringeres, als den Status „anerkannter Erholungsort“, haben sich Ortsvorsteher Ulrich Lagemann und seine Mitstreiter zum Ziel gemacht. Ebenso, wie den Bahnhaltepunkt Raddusch der Bahnstrecke Cottbus-Berlin wiederzubeleben. Eine entsprechende Bürgerinitiative setzt sich dafür aktiv ein.
Neben dem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro können sich
die Radduscher über ein Schild mit der Aufschrift „Sieger des 10. Kreiswettbewerbes 2017 Unser Dorf hat Zukunft Landkreis Oberspreewald-Lausitz“ freuen. Dieses wird sicher bald das vorherige ablösen und damit prominent auf den erlangten Sieg hinweisen. Denn im Jahr 2011 überzeugte das 700-Einwohner-Dorf die Jury ein
erstes Mal.
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