
Am 3. Juni wird der Europäischer Tag des Fahrrades 2018 begangen.
Region (MB/txn). Alljährlich am 3. Juni findet der Europäische Tag des Fahrrads statt. Er wurde aufgrund zunehmenden Verkehrsdichte mit all ihren Problematiken im Jahr 1998 zum ersten Mal begangen. Mit diesem Aktionstag wird darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Fahrrad um das umweltfreundlichste und gesündeste Fortbewegungsmittel handelt. Idealerweise bleibt das Auto an diesem Aktionstag also stehen und stattdessen wird kräftig ins Pedal getreten. Das Fahrrad ist das erste und vergleichsweise preiswerteste Individualverkehrsmittel. Viele Städte versuchen, den Anteil der Radfahrer am gesamten Verkehrsaufkommen zu erhöhen, da über die Hälfte der in einer Stadt zurückgelegten Wege weniger als fünf Kilometer betragen und somit ideal mit einem Fahrrad zu bewältigen ist. Viele Städte bieten an Fahrradmietstationen auch die Möglichkeit für kurze Zeit oder mehrere Stunden Fahrräder zu mieten und beispielsweise an anderen Stationen zurückzugeben, um so die Nutzung von Fahrrädern zu fördern. Fahrräder leisten nicht zuletzt einen Beitrag dazu, die im Kyoto-Protokoll vereinbarte CO2-Reduktion zu erreichen und somit sollten sie am Europäischen Tag des Fahrrads nicht nur passiv geehrt, sondern vor allem aktiv genutzt werden.
Interessante Zahlen
Anlässlich des Tages des Fahrrads finden verschiedene Aktionen und Sternfahrten statt. Zudem stellt das Statistische Bundesamt jedes Jahr aktuelle Daten zur Fahrradnutzung in Deutschland bereit. Wussten Sie, dass ungefähr 80% der Deutschen ein Fahrrad besitzen, welches sie hauptsächlich für Strecken unter 5 Kilometern nutzen? Oder dass es 75 000 Kilometer Fernradwege in Deutschland gibt? Seit geraumer Zeit ist Münster die deutsche „Fahrradhauptstadt“ – etwa 30% aller Wege werden dort mit dem Rad zurückge-
legt.
Eingebauter Rückenwind
Fahrräder mit elektronischer Unterstützung sind gefragt wie nie. Besonders Ältere treten jetzt wieder häufiger in die Pedale und freuen sich über die wiedergewonnene Mobilität. Was viele nicht wissen: Pedelecs und E-Bikes sind keineswegs Synonyme. Beim Pedelec unterstützt ein Elektromotor den Radfahrer beim Treten – er kann auf die Motorunterstützung aber auch ganz verzichten. Daher zählt das Pedelec bis 25 km/h zu den führerscheinfreien Fahrrädern. Das E-Bike hingegen fährt auf Knopfdruck, ohne dass der Fahrer treten muss. Ab sechs Kilometer pro Stunde sind E-Bikes deshalb zulassungspflichtig. Speed-Pedelecs sind wesentlich schneller und werden als Kleinkrafträder eingestuft. Daher besteht bei ihnen eine Schutzhelmpflicht nach ECE-Norm, ein einfacher Fahrradhelm reicht nicht aus.
Testen ist erwünscht
Ob kurze Erledigungen im Alltag oder längere Touren in der Freizeit: nur ein passendes und richtig eingestelltes Fahrrad macht auf Dauer Spaß oder bringt den gewünschten Fitness-Effekt. Viele Fachhändler helfen bei der individuellen Anpassung und laden zudem bei neuen Modellen oft auch zu einer unverbindlichen Probefahrt ein.
Schreibe einen Kommentar